Sonntag, 30. April 2017

Gebet für verstorbene Eltern

Quelle: Deutsche digitale Bibliothek
O Gott, Der Du uns geboten hast, Vater und Mutter zu ehren, erbarme Dich gnädig der Seelen meines Vaters und meiner Mutter, lass ihnen ihre Strafen nach und verleihe mir sie wieder zu sehen in der ewigen Klarheit, durch Jesum Christum, unseren Herrn. Amen.




entnommen aus Gottesdienst, Gebet- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising, 25.Februar 1950, Michael Kardinal Faulhaber

Kurze Gebetlein während des Tages 6

Zu Dir, o Herr, nehme ich meine Zuflucht; lehre mich Deinen heiligen Wille zu vollbringen und den meinigen zu verleugnen.

Gib, daß ich immer nur bete; Vater Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden! Nichts ist für mich besser, nicht meiner Seele heilsamer, als Dein allerheiligster Wille.


entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Zweiter Sonntag nach Ostern - Sonntag vom guten Hirten

Quelle: Wikipedia
Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern: " Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe. Der Mietling flieht, weil er Mietling ist, und weil ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt und kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, wie Mich der Vater kennt und Ich den Vater kenne; und Ich gebe Mein Leben für Meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstell sind. Auch diese muß Ich herbeiführen, und sie werden Meine Stimmer hören: und es wird ein Schafstall und ein Hirte werden."

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Liebster Jesus schenk uns Priester nach Deinem Herzen!
O Herr wir bitten Dich, erhöre unsere Bitten, daß wir einen wahren Hirten erhalten, der nicht vor der Welt, vor den Irrtümern flieht, sondern der Seelen retten will, sei es auch um den Preis seines Lebens.

Fest der hl. Katharina von Siena, Jungfrau

1347 zu Siena geboren, gelobte sie schon als Kind ewige Jungfräulichkeit, lebte ein an Wundern reiches, strenges Bußleben im Dritten Orden des hl. Dominikus und wurde Beraterin von geistlichen und weltlichen Fürsten, ja von Päpsten. Die Rückkehr der Päpste von Avignon nach Rom war hauptsächlich ihr Werk. Sie wurde durch die heiligen Wundmale ausgezeichnet und gilt als eine der wunderbarsten Frauengestalten in der Weltgeschichte. Ihre heiligen Gebeine ruhen in der Kirche Santa Maria sopra Minerva zu Rom. Sie starb 1380 zu Rom.


Oratio
Das Geburtsfest Deiner hl. Jungfrau Katharina feiernd, bitten wir Dich, allmächtiger Gott: gib, daß wir dieses alljährlich wiederkehrende Fest froh begehen und dank dem Vorbild einer so großen Tugend Fortschritte machen. Durch unsern Herrn.

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Samstag, 29. April 2017

Kurze Gebetlein während des Tages 5

Gütiger Vater, gedenke meiner nach Deiner Barmherzigkeit und schicke mir von Deiner Höhe Trost und Gnade.




entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Memorare

Gedenke, gütigste Jungfrau Maria,
von Ewigkeit ist es unerhört,
daß einer, der zu Dir seine Zuflucht nahm,
der zu dir um Hilfe rief,
der um deine Fürsprache bat,
von dir verlassen wurde.
Von diesem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir,
Jungfrau der Jungfrauen.
Mutter, zu dir komme ich,
vor dir stehe ich seufzend als Sünder.
Verschmähe nicht meine Worte, du Mutter des Wortes,
sondern höre sie gnädig an und erhöre mich. Amen.


lateinisch

Memoráre o piíssima Virgo Maria,
non esse audítum a sáeculo,
quemquam ad tua curréntem praesídia tuam
implorántem auxília, tua peténtem suffrágia esse derelíctum.
Ego tali animátus confidéntia ad te, Virgo Virginum,
Mater curo; ad te vénio; coram te gemens peccátor assísto.
Noli, Mater Verbi, verba mea despícere,
sed Audi propítia et exáudi. Amen.


entnommen Schott Meßbuch Imprimatur 1958

Fest des hl. Petrus des Martyrers

Quelle: Wikipedia
Er war 1205 oder 1206 zu Verona geboren, wurde Schüler des hl. Dominikus und predigte furchtlos gegen die Häretiker. Sein Verlangen nach dem Martyrium ging in Erfüllung; denn er wurde in der Nähe von Mailand von diesen ermordet am 6. April 1252.


Oratio
Wir bitten Dich, allmächtiger Gott: laß uns mit geziemendem Opfergeiste dem Glauben Deines hl. Märtyrers Petrus nacheifern, der zum Lohne für die Ausbreitung dieses Glaubens die Martyrerpalme erwerben durfte. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Lassen Sie uns alle beten zu Gott unserem Herrn, daß er dem Papst Franziskus, den Kardinälen, Bischöfen und Priestern, den gleichen Opfergeiste geben möge, daß sie sich den Häretikern und Schismatikern mutig entgegenstellen, daß sie Juden, Moslems, Protestanten ihren Irrglauben widerlegen und daß sie diese bekehren, damit nicht so viele Seelen verloren gehen.

Freitag, 28. April 2017

Kurze Gebetlein während des Tages 4

Herr bekehre mich zu Dir und laß mich nicht in das Zeitliche versinken, Der Du nach Deiner Güte denen, die Dir nachfolgen, himmlische Güter versprochen hast.


entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Fest des hl. Paul vom Kreuz, Bekenners

1694 zu Ovada in Piemont geboren, wirkte er als Bußprediger und lebte dann in der Einsamkeit bei Orbetello mit einigen Genossen in besonderer Verehrung des Gekreuzigten. Er wurde Stifter der Passionisten, deren Hauptaufgabe ist: Betrachtung des bitteren Leidens Christi, sowie Bekehrung der Sünder durch Bußpredigten über das Leiden des Heilandes. Er starb am 18. Oktober 1775 zu Rom.



Introitus
Mit Christus bin ich ans Kreuz geheftet; ich lebe, doch nicht ich, nein, Christus lebt in mir. Ich lebe im Glauben an den Gottessohn, der mich geliebt und Sich selbst für mich dahingegeben hat, alleluja, alleluja. Wohl dem, der Mitgefühl hat mit dem Dürftigen und Armen; am Unglückstag wird ihn der Herr befreien. Ehre sei.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Donnerstag, 27. April 2017

Kurze Gebetlein während des Tages 3

Komm, o Herr, und zögere nicht mir zu helfen; Dein Knecht (Deine Magd) bin ich, komm mir mit Deiner Gnade zu Hilfe und mir wird geholfen sein!


entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Glaubensbekenntnis des hl. Petrus Canisius

Quelle: Wikipedia
"Ich bekenne Dir, o Vater, Du Herr des Himmels und der Erde, mein Schöpfer und Erlöser, meine Kraft und mein Heil, der Du mich  schon von Jugend auf mit dem geheiligten Brode Deines Wortes beständig gespeist und mein Herz gestärkt hast; damit ich nicht umherschweifte mit den irrenden hirtenlosen Schafen, hast Du mich  in das Haus Deiner Kirche eingethan, darin erzogen, durch die Erziehung bewahrt, und unter jenen Lehrmeistern und Hirten unterwiesen, in den Deine Hausgenossen nach Deiner Vorschrift Dich selber hören und Deine Stimme erkennen sollen. Ich bekenne mit dem Munde zum Heile Alles, was mit dem Herzen zur Gerechtigkeit von den rechtgläubigen katholischen Christen geglaubt wird.
Den Luther kenne ich nicht; den Calvin verwerfe ich; allen Irrlehrern sage ich, sie seien im Banne!
Ich will mit denen nichts gemein haben, welche nicht ein und dasselbe lehren und annehmen und nicht die gleiche Glaubensregel halten mit der Einen, heiligen, katholischen, apostolischen, römischen Kirche.
Wenn aber Einer auf Christus hört und ihm folgt, nicht allein wie er im geschriebenen Worte lehrt, sondern auch wie er in den allgemeinen Kirchenversammlungen entscheidet, vom Stuhle Petri aus verkündet und in den Kirchenvätern Zeugnis ablegt, mit dem bin ich in Gemeinschaft verbunden, seinen Glauben nehme ich an, seiner Religion folge ich, seine Lehre heiße ich gut.
Wenn Andere sich lästernd, mit Verachtung und Verfolgung gegen die römische Kirche erheben und sie als die Kirche des Antichrist verwünschen, so bekenne ich mich ganz als ihren Bürger und weiche nicht nagelbreit von ihrem Ausspruch, um des Zeugnisses willen; für sie mein Leben und mein Blut hinzugeben, weigere ich mich nicht, und mit Vertrauen und fester Überzeugung erwarte ich nirgends, als allein in ihrer Einheit, für mich und für Andere das Heil von den Verdiensten Christi und den Gaben des hl. Geistes. Mit Hieronymus sage ich frei heraus: wer mit dem Stuhle Petri zusammenhängt, das ist mein Mann. Mit Ambrosius begehre ich der römischen Kirche in allen Stücken zu folgen; sie anerkenne ich mit Cyprian ehrfurchtsvoll als die Wurzel und den Grundstock der katholischen Kirche; in ihr, wie Augustinus predigt, lebte allezeit der Vorrang des apostolischen Stuhles. In jenem Glauben, in jener Lehre beharre ich , die ich als Knabe eingesogen, als Jüngling festgehalten und bis daher nach meinen schwachen Kräften vertheidigt habe. Übrigens nicht um zeitlichen Vortheiles oder um irgend eines Menschen Gunst willen, oder gegen mein Gewissen (wovor mich Gott bewahre!) übe ich meine Pflicht als katholischer Lehrer, weder bisher noch in Zukunft. Diese mein Bekenntnis heischt und dringt mir ab einzig und allein die Rücksicht auf Deinen Namen und Deine Ehre, allein die Macht der erkannten Wahrheit, einzig allein die Weisung der kanonischen hl. Schriften, die einhellige Auslegung der Väter, die schuldige Bezeugung des Glaubens vor den Brüdern und endlich das Heil, das ich im Himmel erwarte und die Seligkeit, die den aufrichtigen Bekennern ausgesetzt ist. Werde ich solchen Bekenntnisses halber verachtet, bekämpft, verleumdet, so erkenne und preise ich darin eine besondere Gnadenerweisung von Dir, o Gott, einmal insofern Du mich um der Gerechtigkeit willen leiden ließest, was sicher Antheil der Seligen ist; sodann weil Du mir die Freundschaft solcher entzögest, die Deine Freunde nicht sein können, da sie Deiner Kirche und der katholischen Wahrheit offen zuwider sind, und das ist als großer Gewinn zu erachten. Doch verzeihe ihnen, Vater, verzeihe, daß sie entweder nicht wissen oder nicht wissen wollen, was sie Thun, theils aus Anstiftung durch den bösen Feind, theils aus Befangenheit durch die Blendwerke einer falschen Lehre. Diese Gnade aber wollest Du mir allezeit bewahren, daß ich nicht abstehe, eine lautere Beständigkeit und beständige Lauterkeit, wie ich sie Dir, der Kirche und der Wahrheit schulde, im Leben wie im Tode kund zu geben, und daß ich niemals aus Deiner Liebe falle, theilhaftig nämlich Aller, die Dich fürchten und Deine Gebote in der hl. römischen Kirche beobachten, deren Urtheile ich mich und alle meine Schriften williglich und ehrerbietig unterstelle. Deine unermeßliche Güte aber sollen für mich loben und erflehen alle Heiligen, welche die triumphierende Kirche im Himmel wie die streitende Kirche hier auf Erden durch das eine unauflösliche Band umschlingt und in sich faßt. Du bist mir der Grund und das Endziel aller Güter; Dir sei aus mir, durch mich und über mich Lob, Ehre und ewige Herrlichkeit."
 


entnommen aus: "Das Leben des seligen Petrus Canisius aus der Gesellschaft Jesu", P. Florian Rieß SJ., Freiburg im Breisgau 1865

Fest des hl. Petrus Canisius, Bekenners und Kirchenlehrers

Zu Nimwegen geboren (1521) wurde der hl. Petrus Canisius im Jahre 1543 zu Mainz als erster Deutscher in die Gesellschaft Jesu aufgenommen. Unermüdlich wirkte er durch Wort und Schrift für die Wiederherstellung und Festigung der katholischen Kirche in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und Böhmen. Weiteste Verbreitung fand sein Katechismus. Er starb am 21. Dezember 1597 zu Freiburg in der Schweiz.
Durch seine rastlose erfolgreiche Tätigkeit verdiente er sich den Ehrentitel "Zweiter Apostel Deutschlands". Bei seiner Heiligsprechung im Jahre 1925 wurde er durch Papst Pius XI. zur Würde eines Kirchenlehrers erhoben.


Oratio

O Gott, Du hast Deinen hl. Bekenner Petrus zum Schutze des katholischen Glaubens an Tugend und Wissen stark gemacht; so gib denn gnädig, daß die Irrenden durch sein vorbildliches Leben und sein Mahnwort wieder zur Einsicht kommen und zum Heile zurückkehren, und daß die Gläubigen im Bekenntnis der Wahrheit standhaft verharren. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Heiliger Petrus Canisius, der du gegen die protestantischen Irrtümer der Calvinisten und Lutheraner so standhaft gekämpft hast, bitte Gott für uns, daß Er diese Irrtümer, die inzwischen in die katholische Kirche eingedrungen sind, von den gläubigen Katholiken fernhalten möge.

Mittwoch, 26. April 2017

Kurze Gebetlein während des Tages 2

Quelle: Wikipedia
Laß, o Herr, eines zeitlichen Verlustes wegen mich nie an meiner Seele Schaden leiden! Stärke Du meinen Glauben, befestige Du mein Vertrauen: Du hast mir die die ewigen Güter des Himmels versprochen; Du wirst auch in dieser Zeit für mich sorgen.



entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Fest der hll. Kletus und Marcellinus, Päpste und Martyrer

Der hl. Kletus war der zweite Nachfolger des hl. Petrus und wird im Verzeichnis der Päpste für die Zeit von 76 bis 89 genannt. Der Name des hl. Kletus wird im Meßkanon vor der hl. Wandlung aufgeführt.


Der hl. Marcellinus war römischer Abkunft und Papst von 296 bis 304. Er starb unter Diokletian als Martyrer durch Enthauptung.




Oratio


Ewiger hirte, schau huldvoll auf Deine Herde; behüte und schütze sie immerfort durch Deine hll. Martyrer und Päpste Kletus und Marcellinus, die du der ganzen Kirche als Hirten gewährt hast. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Dienstag, 25. April 2017

Abendgebet für die Kleinsten

Müde bin ich, geh zur Ruh,
schließe meine Augen zu;
Vater, laß die Augen dein
über meinem Bette sein!

Hab ich Unrecht heut getan,
sieh es lieber Gott nicht an;
deine Gand und Jesu Blut
macht ja allen Schaden gut. Amen.


entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957

Kurze Gebetlein während des Tages 1

Quelle Wikipedia
Befestige, o Herr Jesu! meine Schritte in Deinen Fußstapfen, damit ich nie vom rechten Wege abweiche und niemals etwas tue, rede, sehe oder begehre, was Dir mißfällig und meiner Seele schädlich sein könnte.


entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Tischgebet

Quelle: Billerantik
Vor dem Essen

O Gott, von dem wir alles haben,
wir preisen dich für deine Gaben,
Du speisest uns, weil du uns liebst;
o segne auch, was du uns gibst!

Nach dem Essen

O Gott, dir sei für Speis und Trank,
für alles Gute Lob und Dank!
Du gabst, du willst auch immer geben,
dich preise unser ganzes Leben!


entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957

Rogationsmesse - Bittamt

Quelle: Wikipedia - Dürer
Vor dem II. Vatikanischen Konzil waren die 3 Werktage vor Christi Himmelfahrt Bittage, die mit Bittprozessionen und einem Bittamt begangen wurden.

Um das durch allerlei Unglücksfälle gebeugte Volk wieder aufzurichten, ordnete nach der Mitte des 5. Jahrhunderts der hl. Bischof Mamertus von Vienne im südlichen Frankreich drei Sühnetage vor Christi Himmelfahrt an, an denen die Gläubigen Buß- und Liebeswerke verrichten und Bittgänge veranstalten sollten. Diese Einrichtung verbreitete sich von da aus rasch in der ganzen lateinischen Kirche. Geistliche wie Laien gingen dabei vielfach barfuß. Auch die römische Kirche nahm Ende des 8. Jahrhunderts diese Bittgänge an und nannte sie (kleinere oder jüngere Bittgänge) im Unterschied von der unter Gregor d. Gr. neubelebten Flurprozessionen am 25. April (am Markustage)(größerer oder älterer Bittgang).

Der Zweck dieser Prozessionen ist, Gott anzuflehen, daß Er barmherzig Seine Strafen von uns fernhalte und in Seiner güte unsere Gärten und Felder segne. Wenn im Fühjahr die Fluren grünen und eine gute ernte versprechen, aber auch durch Frost und Hagel verwüstet werden können, mahnen Prozessionen den ohnmächtigen Menschen, sich demütig und vertrauensvoll an den Geber alles Guten zu wenden. Weil diese Tage Bußtage sind, ist die Kirchenfarbe violett.

In den Bittprozessionen wird die Allerheiligenlitanei gesungen.


Oratio

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott: laß uns, die wir in unserer Drangsal auf Deine Güte bauen, unter Deinem Schutz gegen alles Unheil stets gesichert sein. Durch unsern Herrn.


Lesung aus dem Brief des hl. Apostels Jakobus

Geliebte! Bekennet einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr das Heil erlanget; denn viel vermag das beharrliche Gebet des Gerechten. Elias war ein Mensch, den Leiden unterworfen wie wir. Er betete eifrig, daß es nicht regnen möge auf Erden; und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht mehr. Da betete er abermals, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht. Meine Brüder, wenn einer von euch von der Wahrheit abgewichen ist und einer ihn bekehrt, so wisse er: wer einen Sünder von seinem Irrwege zurückführt, der rettet dessen Seele vom Tode und deckt eine Menge Sünden zu.



entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fest des hl. Markus, Evangelisten

Quelle
Wikipedia
Zuerst Schüler des hl. Petrus, dann Reisebegleiter des hl. Paulus, predigte er hierauf das Evangelium, besonders in Ägypten, wo er die zweite Kirche von Alexandrien gründete. Auf Bitten der Christen zu Rom schrieb er das zweite Evangelium nach der Predigt des hl. Petrus.
In den vier lebenden Wesen, auf denen der Prophet Ezechiel Gott thronen sah, erblickte die kirchliche Überlieferung ein Bild der vier Evangelisten. Weil das Evangelium des hl. Markus im Eingang von der Stimme des "Rufenden in der Wüste" spricht, wird diesem Evangelium meist das Sinnbild des Löwen beigelegt.


Oratio

O Gott, Du hast Deinen hl. Evangelisten Markus mit der Gnade, das Evangelium zu verkünden, ausgezeichnet; so bitten wir Dich denn: gib, daß wir stet durch seine Unterweisung im Guten gefördert und durch seine Fürbitte beschirmt werden. Durch unsern Herrn.


Lectio (Ez. 1, 10-14)

Die Gesichter der vier lebenden Wesen sahen also so aus: Vorn ein Menschengesicht, zur Rechten bei allen vieren, ein Löwengesicht, zur Linken ein Stiergesicht, bei allen vieren, und nach oben ein Adlergesicht bei allen vieren. Ihre Gesichter und ihre Flügel waren nach oben gerichtet, je zwei ihrer Flügel berührten einander und zwei bedeckten die Leiber. Jedes von ihnen schritt gerade vor sich hin: wohin der Geist (Gottes Wille) sie trieb, dorthin gingen sie; und sie wandten sich beim Gehen nicht um. Die Gestalt der lebenden Wesen war anzusehen wie glühende Feuerkohlen und brennende Fackeln. In der Mitte zwischen den lebenden Wesen sah man leuchtendes Feuer hin und her flammen und aus dem Fuer Blitze fahren. Und die lebenden Wesen bewegten sich vorwärts und rückwärts wie der leuchtende Blitz.

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Montag, 24. April 2017

Über die Notwendigkeit des Gebetes

Quelle: Wikipedia
Wie der Vogel ohne Luft, der Fisch ohne Wasser nicht leben kann, so kann der Mensch kein wahres, gottseliges Leben führen ohne Gebet.. Das Gebet, sagt ein heiliger Kirchenvater, ist das Atemholen der Seele. Gleichwie der Körper das Leben von der Seele erhält, ebenso erhält die Seele ihr (geistliches) Leben vom Gebete. Und wie der Leib nicht ohne Seele leben kann, so ist auch die Seele ohne Gebet schwach und wie tot. Ein Mensch, der keine Freuede am Gebete hat, im Gebete nachlässig wird oder gar nicht mehr betet, der wird und muß der Sünde verfallen, denn es wird ihn die Gnade Gottes verlassen, ohne welche er sich nie vor der Sünde bewahren kann. - "Es will uns Gott," sagt der hl. Augustinus, "Seine Gnade mitteilen, aber ER will sie nur dem mitteilen, der ihn darum bittet." Der Herr versichert uns dessen, wenn er sagt: "Bittet, und ihr werdet empfangen." Wer also nicht bittet, der empfängt auch nicht.
Da es aber wahr ist, was der hl. Augustinus schreibt: " Es wird der nie fromm zu leben verstehen, der nicht gut zu beten weiß," so ist es nicht genug, daß wir bloß überhaupt beten, sondern wir müssen auch recht beten. Das Gebet ist weit mehr Sache des Herzens als bloß der Lippen; es muß vom Herzen gehen. Bete also nicht bloß mit den Lippen, sondern mit dem Herzen, im Geiste und in der Wahrheit! - O Christ! fange einmal an recht zu beten und du wirst erfahren.


entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Morgengebete für die Kleinsten

Lieber Gott, den ganzen Tag
will ich froh Dir schenken,
will als gutes Gotteskind
gerne an Dich denken. Amen


Du lieber Gott, ich bitte Dich:
ein frommes Kind laß werden mich
und gib mir Deinen Segen
auf allen meinen Wegen! Amen.


entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957

Fest des hl. Fidelis von Sigmaringen, Martyrers

Quelle: Wikipedia
Er war 1577 zu Sigmaringen geboren, studierte in Freiburg im Breisgau die Rechtswissenschaften und wurde nach großen Studienreisen Advokat, später Kapuziner. Sein glühendes Verlangen nach dem Martyrium erfüllte sich: 1622 wurde er von Kalvinern erschlagen und so der Erstlingsmartyrer des Kapuzinerordens.


Oratio

O Gott, Du entflammtest den hl. Fidelis mit seraphischer Geistesglut und schmücktest ihn in Deiner Huld bei der Ausbreitung des wahren Glaubens mit der Palme des Martyriums und mit herrlichen Wundern; daher bitten wir Dich: festige uns um seiner Verdienste und Fürbitten willen durch Deine Gnade derart im Glauben und in der Liebe, daß wir in Deinem Dienste treu bis zum Tode erfunden werden. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur



Heiliger Fidelis, der Du, wie so viele andere heilige Martyrer für den Glauben gestorben bist, bitte Gott, daß Er Einhalt gebiete, den Päpsten, den Kardinälen und Bischöfen und den Priestern, die anstatt den Glauben zu bewahren und die Irrenden zu bekehren, mit den Ungläubigen, den Schismatikern und den Häretikern gemeinsame Messen feiern!


Sonntag, 23. April 2017

Das heilige Vater unser

Kurze Auslegung des Vaterunsers


Warum fangt dies Gebet an: "Vater unser?"
Dies ist die Vorbereitung zum Gebete, wodurch wir zum Vertrauen auf Gott als unseren gütigsten Vater und bereitwilligsten Helfer ermuntert und zugleich an die Ihm schuldige Ehrfurcht erinnert werden, welche zwei Stücke zum Gebete sehr notwendig sind.

Warum heißt es ferner: "Der Du bist im Himmel!" da doch Gott allenthalben ist?
Dadurch werden wir ermahnt, unsere Herzen zum Himmel zu erheben, wo unser Vaterland ist und Sich Gott mit Seiner Herrlichkeit besonders zeigt.

Um was bitten wir in der ersten Bitte: Geheiliget werde Dein Name?"
Um die Gnade Gott zu lieben, Seinen Namen durch ein christliches Leben zu heuligen und die in der Taufe empfangene Unschuld unverletzt zu erhalten.

Was verlangen wir in der zweiten Bitte: Zukoome uns Dein Reich?"
Wir bitten darin Gott, daß Er Seine Kirche auf der ganzen Erde ausbreiten, in diesem Leben durch Seine Gnade über uns beständig herrschen und nach unserem Tode uns im Himmel die ewige Glückseligkeit erteilen wolle.

Was tun wir in der dritten Bitte: "Dein Wille geschehe ..."
Wir opfern uns Gott auf, ergeben uns gänzlich in Seinen göttlichen Willen und bekennen, daß wir mit Seinen Anordnungen wohl zufrieden seien; ferner bitten wir um die Gnade, den göttlichen Willen ebenso auf Erden zu erfüllen, wie er im Himmel vollbracht wird.
In diesen drei Bitten suchen wir also, gemäß der Lehre Christi (Luk. 12, 31), zuerst das Reich Gottes, damit uns das Übrige als Zugabe zuteil werde.

Um was bitten wir in der vierten Bitte: "Gib uns heute unser tägliches Brot?"
Um all' dasjenige, was uns zum Unterhalt der Seele und des Leibes notwendig ist, als das göttliche Wort, den Leib des Herrn, die tägliche, notdürftige Nahrung usw. Hierin ist auch eingeschlossen, daß Gott Blitz und Hagel, Mißwachs und allen anderen Schaden gnädig abwenden und gedeihliche Witterung etc. geben wolle.

Warum heißt es: "Gib uns heute ...?"
Um anzudeuten, daß wir alle übermäßigen Sorgen vermeiden und von Gott vertrauensvoll erwarten sollen, daß Er uns jeden Tag die erforderliche Nahrung geben werde. Auch wird daurch angezeigt, daß wir täglich beten und unsere Mitmenschen bei unserem Gebete nicht vergessen sollen.

Was erklären wir in der fünften Bitte: "vergib uns unsere Schuld ...?"
Wir erklären uns als Sünder und bitten Gott, Er möge uns unsere Sünden verzeihen, gleichwie auch wir bereit seien, unsern Beleidigern zu vergeben. Diejenigen, welche diese Bitte beten und dennoch Feindschaft gegen ihre Beleidiger im Herzen haben und die, welche allzustreng und unversöhnlich gegen die Fehlenden sind, versündigen sich schwer und werden, da sie selbst nicht barmherzig sind, auch von Gott keine Barmherzigkeit erlangen (Mark. 11, 25). Gott verabscheut nichts so sehr, als einen unversöhnlichen Menschen, und es wird die Unversöhnlichkeit nicht nur selbst nicht verziehen, sondern es werden alte, bereits verziehene Sünden durch sie wieder erneuert. Lasset uns also bei jeder Erinnerung an die von Andern erlittenen Beleidigungen stets auch dessen gedenken, wordurch wir selbst den Herrn beleidigt haben. Die Furcht wegen unserer Sünden, wird dann unsern Zorn über die Vergehen Anderer leicht unterdrücken. Und so werden wir, indem wir Andern vergeben, selbst Vergebung erlangen.

Was sagen wir in der sechsten Bitte: "Führe uns nicht in Versuchung?"
Wir bekennen unsere Schwachheit und bitten Gott, Er wolle uns stärken, daß wir nicht verführt werden, d. i. daß wir nicht einwilligen in die Versuchungen, sie mögen uns von dem Teufel, von der Welt oder von dem Fleische bereitet werden. Wir bitten nicht, daß uns Gott mit allen VErsuchungen verschonen wolle; denn die Versuchungen sind uns nützlich und zu unserem Heile notwendig, da es ohne Versuchung keinen Kampf, ohne Kampf keinen Sieg, ohne Sieg kein Verdienst und ohne Verdienst keine Belohnung geben würde; aber wir bitten, daß Gott mit uns kämpfe, da wir wohl wissen, daß wir nur mit Seiner Gnade stark genug sind, das Böse zu überwinden und die Krone der Gerechtigkeit zu erlangen.

Um was bitten wir in der siebten Bitte: "erlöse uns von dem Übel?"
Daß Gott uns von den geistlichen Übeln, von Irrtum und Sünde nämlich und vor der nächsten Gelegenheit dazu, wie auch von einem bösen Tode und vor der Hölle behüte und auch die zeitlichen Übel, als Krieg, Pest etc. von uns gnädig abwenden wolle, sofern dieselben nicht zu unserem Seelenheile notwendig sind.

Was heißt das Wörtchen: Amen?
Es heißt soviel als "Es geschehe." Wir drücken damit den Wunsch aus, daß Alles geschehen möge, um was wir gebetet haben.


entnommen aus: christkatholisches Unterrichts- und Erbauunsbuch, R. P. Goffine, Ord. Präm., mit vielen Erzbischöflichen und Bischöflichen Approbationen 1867-1874

Aufopferungen

1. Ewiger Vater, ich opfere Dir auf das heiligste Herz Jesu
samt allen seinen Werken, die er auf Erden vollbracht,
zum Ersatze für all das Gute, das ich heute und alle Tage meines Lebens unterlassen habe.Ehre sei dem Vater etc.

 

2. Ewiger Vater, ich opfere Dir auf das heiligste Herz Jesu,
Deines geliebten Sohnes, samt aller Liebe,
womit er auf Erden seine Werke vollbracht,
zum Ersatze für alle Nachlässigkeiten,
die ich mir heute und alle Tage meines Lebens
in Übung des guten zu schulden kommen ließ.Ehre sei dem Vater etc.


3. Ewiger Vater, ich opfere Dir auf das hochheilige Herz Jesu,
Deines vielgeliebten Sohnes, samt allen seinen Schmerzen
und Peinen, die er für unsere Erlösung gelitten
zur Verzeihung aller Sünden,
die ich heute und alle Tage meines Lebens
in Gedanken, Worten und Werken begangen habe.Ehre sei dem Vater etc.


Imprimatur 1900 Generalvikar Dr. Henle

Dominica in Albis - Weißer Sonntag

Der heutige Tag führt den Namen Dominica in Albis: "Sonntag der abgelegten bzw. abzulegenden weißen Gewänder". Die weißen Taufkleider, die von den Täuflingen seit Karsamstag getragen wurden, wurden am gestrigen (in manchen Kirchen am heutigen) Tage wieder abgelegt, "jedoch so, daß das schimmernde Weiß, das mit dem Kleide abgelegt wird, im Herzen bewahrt werde" (hl. Augustinus).
Der Weiße Sonntag ist der Oktavtag des Osterfestes.
Der hl. Pankratius, dessen Heiligtum heute Stationskirche ist, besiegelte mit vierzehn Jahren in Rom mutig seinen Glauben und Taufschwur mit dem eigenen Blute. Schon in Zeiten Gregors d. Gr. galt er als heiliger Wächter der Eidestreue. Die Neugetauften stellen heute das Gelöbnis, Christus anzugehören, unter seinen Schutz und verpflichten sich feierlich zur unwandelbaren Treue gegen Christus und sein Gebot.


Epistola
Lectio Epistolae beati Joannis Apostoli

Geliebte! Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und das ist der Sieg, der die Welt überwindet: unser Glaube. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, Jesus Christus, der durch Wasser und Blut gekommen ist, nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut. Auch der Hl. Geist bezeugt, daß Christus die Wahrheit ist. Denn drei sind, die Zeugnis geben (von der Gottheit Christi) im Himmel: der Vater, das Wort und der Hl. Geist und diese drei sind eins (im Zeugnis). Und drei sind, die Zeugnis geben auf Erden: der Geist, das Wasser und das Blut, und diese drei sind eins. Wenn wir schon der Menschen Zeugnis annehmen, so ist doch Gottes Zeugnis größer. Dies aber ist das Zeugnis Gottes, das größer ist: das Zeugnis, das Er abgelegt hat für Seinen Sohn. Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis Gottes in sich.

Fest des hl. Georg, Martyrers

Quelle:Wikipedia
Er war ein hochgestellte kapadokischer Kriegsmann und erlitt in Palästina während der Verfolgung des Diokletian um 303 den Martertod. Bei den Griechen wird er als "Erzmartyrer" und im Abendland als Soldatenpatron verehrt. Er zählt zu den heiligen Vierzehn Nothelfern. In Rom trägt eine Stationskirche seinen Namen.


Oratio

Gott, Du erfreuest uns durch die Verdienste und die Fürsprache Deines hl. Märtyrers Georg; verleihe gnädig, daß wir Deine Wohltaten, die wir durch ihn erbitten, als Geschenk Deiner Gnade erlangen. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Samstag, 22. April 2017

Ostersamstag

Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Petrus

Geliebte! Legt ab alle Bosheit, alle Arglist und Verstellung, alle Mißgunst und üble Nachrede. Wie neugeborene Kinder verlangt nach der geistigen, unverfälschten Milch, damit ihr durch sie zum Heile heranwachset. Ihr habt ja gekostet, wie gut der Herr ist. Zu Ihm tretet hinzu, dem lebendigen Eckstein, der zwar von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist. Lasset euch nun selbst als lebendige Steine aufbauen zu einem geistigen Tempel zu einem heiligen Prestertum, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind. Darum steht in der Schrift (Is. 28,16): "Seht, Ich lege in Sion einen auserlesenen, kostbaren Eckstein; wer an Ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden." Euch nun, die ihr glaubt, gereicht er zur Ehre; denen, aber, die nicht glauben, ist Er der Stein, den die Bauleute verworfen haben. Er ist zum Eckstein geworden, zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Ärgernisses denen, die Anstoß nehmen am Worte und nicht glauben, wozu sie doch bestimmt sind. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliger Stamm, ein Volk, das der Herr Sich zum Eigentum erworben. Ihr sollt die Wundertaten Dessen verkünden, der euch aus Finsternis berufen in Sein wunderbares Licht. Ihr waret vorher ein Nicht-Volk (fern von Gott): jetzt aber seid ihr Gottes Volk. Ihr waret Nicht-Begnadigte; jetzt aber seid ihr Begnadigte.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957




Lassen Sie uns alle, liebe Leser, zu Gott beten, daß Er unseren Papst Franziskus, die Kardinäle, die Bischöfe, die Priester und die Brüder und Schwestern in den Orden, bekehren möge, daß sie Jesus Christus unverfälscht bekennen und die ewige Wahrheit verkünden und nicht den Glauben weiterhin an die sog. "pastorale Realität" von Sodomisten, Ehebrechern, Atheisten usw. anpassen.


Der Herr ist wahrhaft auferstanden, alleluja!

Fest der hll. Soter und Cajus, Päpste und Martyrer

Der hl. Soter, Papst von 166- 174, wandte sich gegen die Irrlehrer seiner Zeit. - Der hl. Cajus, Papst von 283 - 296, führt den Ehrentitel "Confessor" (Bekenner), weil er während der Verfolgung mutig für den Glauben eintrat und mancherlei Leiden ertragen mußte.



Oratio

Ewiger Hirte, schau huldvoll auf Deine Herde; behüte und schütze sie immerfort durch Deine hll. Martyrer und Päpste Soter und Cajus, die Du der ganzen Kirche als Hirten gewährt hast. Durch unsern Herrn.


Epistola (1 Petri. 5, 1-4)

Geliebte! Ich ermahne die Ältesten unter euch als Mitältester und Zeuge der Leiden Christi, wie auch als Mitgenosse der Herrlichkeit, die einst offenbar werden soll: Weidet die euch anvertraute Herde Gottes und sorget für sie, nicht gezwungen, sondern aus freien Stücken, nach Gottes Willen; nicht schmählichen Gewinnes wegen, sondern mit Hingebung. Benehmet euch nicht wie Herren über (Gottes) Erbteil, sondern seid Vorbilder für die Herde Christi aus innerem Herzensdrang. Wenn dann der oberste Hirte erscheint, werdet ihr die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen. Der Gott aller Gnaden aber, der uns durch Christus Jesus zu Seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird uns nach kurzer Zeit des Leidens vollenden, stärken und festigen. Ihm sei die ehre und Herrschaft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Beten wir für unsere Ältesten, also den Papst, die Kardinäle und Bischöfe und die Priester, daß sie die Herde Gottes nicht in die Irre führen (durch Gutheißen von Sodomie - Homosexualität -, durch Kommunionempfang an Ehebrecher - sog. Geschiedene Wiederverheiratete, durch Verzerrung des Glaubens und Abänderung der Liturgie usw.). 

Freitag, 21. April 2017

Zum heiligen Bruder Konrad

Heiliger Bruder Konrad, du bist das Vorbild eines Lebens in Christus, eines Lebens der Treue und des Gehorsams, des Gebetes und der dienenden Liebe. Mehr als vier Jahrzehnte hindurch hast du deinen beschwerlichen Dienst als Klosterpförtner mit nie versagender Geduld versehen und hast niemanden abgewiesen, der an die behütete Pforte klopfte. Umso mehr wirst du jetzt, wo du am Throne Gottes den Lohn deiner Treue genießest, gern allen deine Hilfe leihen, die dich darum bitten. So komme ich voll Vertrauen zu dir und bitte dich innig, stehe mir mit deiner mächtigen Fürbitte bei in meinem Anliegen .......
Erflehe mir aufrichtige Gottes- und Nächstenliebe, demütige Ergebung in Gottes heiligen Willen, unwandelbare Treue in der Erfüllung meiner Berufspflichten und öffne mir die Pforte zu jenem Frieden, den die Welt nicht geben kann, und endlich die Pforte zur Seligkeit des Himmels! Amen.



entnommen aus: Gottesdienst, Gebet- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising, Kardinal Michael Faulhaber, 25. Februar 1950

Freitag in der Osterwoche

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa, auf den Berg, wohin sie Jesus beschieden hatte. Als sie Ihn sahen, beteten sie Ihn an; einige aber zweifelten. Da trat Jesus näher und sprach zu ihnen: "Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Gehet also hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was Ich euch geboten habe. Und seht, Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt."

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur



Beten wir für Papst Franziskus, für alle Kardinäle und Bischöfe und für alle Priester, daß sie das tun, was ihnen Christus aufgetragen hat, daß sie alle Völker in der Welt belehren über die Gebote und daß sie alle Völker die Juden, die Moslems, die Heiden missionieren, damit sie sie taufen können im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Fest des hl. Anselm, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

Quelle: Wikipedia
1033 oder 1034 zu Aosta in Piemont geboren, wurde er 1060 zu Bec in der Normandie Benediktinermönch, später Prior und Abt, 1093 Erzbischof-Primas von Canterbury. Er trat mit ruhiger Kraft in der Frage der Laieninvestitur und Simonie für die Rechte der Kirche ein. Er ist berühmt als tiefer Denker und feinsinniger Theologe und wird "Vater der Scholastik" genannt. Er starb im Jahre 1109.


Introitus

Inmitten der Kirche ließ ihn der Herrn seinen Mund auftun; Er erfüllte ihn mit dem Geiste der Weisheit und des Verstandes; Er kleidete ihn mit dem Gewande der Ehre. Alleluja, alleluja. Gut ist's den Herrn zu preisen, und Deines Namens Lob zu singen, Allerhöchster. Ehre sei.



Oratio

O Gott, Du schenktest Deinem Volke, den hl. Anselm, als Vermittler ewigen Heiles; so gib, wir bitten Dich, daß wir ihn im Himmel zum Fürsprecher haben dürfen, der auf Erden uns Lehrer des Lebens war. Durch unsern Herrn.


entnommen aus: Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fest des hl. Konrad von Parzham, Bekenners

hl. Konrad von Parzham
Erfüllt vom Geiste des Gebetes, beseelt von inniger Liebe zur heiligsten Eucharistie und zur Gottesmutter, verwaltete er 41 Jahre lang im Kapuzinerkloster St. Anna zu Altötting das Amt eines Pförtners und bekundete Im Dienste der Wallfahrer, als Vater der Armen, als Kinderfreund, als Wohltäter der fahrenden Handwerksgesellen eine allzeit opferbereite Nächstenliebe.
Er starb am 21.April 1894 zu Altötting.




Oratio

O Gott, Du wolltest, daß die Pforte Deiner Barmherzigkeit den Gläubigen offenstehe; daher bitten wir Dich flehentlich: teile auf die Fürsprache Deines heiligen Bekenners Konrad Gaben für die Zeit und für die Ewigkeit an uns aus.


entnommen aus: Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Donnerstag, 20. April 2017

Donnerstag in der Osterwoche






Oratio

O Gott, Du eintest all die verschiedenen Völker im Bekenntnisse Deines Namens; so gib, daß ein Glaube im Denken, eine Liebe im Handeln die im Taufbrunnen Wiedergeborenen verbinde. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Mittwoch, 19. April 2017

Gebet zur Wiederkunft des Herrn

Christus, unser Herr, du wirst wiederkommen. Wie der Blitz aufzuckt im Osten und bis zum Westen leuchtet, so wirst du kommen, Herr, wir werden wissen, daß du es bist, du Heißersehnter, du von vielen Gefürchteter, du ewiger Gott und doch unser Heiland, unser Bruder und unser Freund.
Christus König, wenn dein Banner über die Erde flattert, kehren wir Verbannte heim ins Vaterhaus. Wir kehren heim und bringen dir den Lobpreis deiner Größe dar. Du warst tot, geächtet und gemartert, und du lebst. Du kommst, Tod und Trauer von uns zu nehmen und Klage und Schmerz. Du kommst, uns zur ewigen Hochzeit zu führen, wo wir uns laben werden an den Quellen des ewigen Wassers, wo unser Glaube zum Schauen wird. Du, Herr, wirst unser Licht sein und unser Gott.
Herr, bereite uns für dein Kommen! Führe uns so durch das Zeitliche, daß wir das Ewige nicht verlieren. Laß uns an jenem Tage zu deiner Rechten stehen und sprich auch über uns dein Urteil:
Kommet, ihr Gesegneten meines Vaters, nehmt Besitz von dem Reich, das euch seit der Grundlegung der Welt bereitet ist! Komm, Herr Jesus! Amen.

entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957

Mittwoch in der Osterwoche

Introitus

"Kommt, ihr Gesegneten Meines Vaters, nehmet das Reich in Besitz", alleluja, "das euch bereitet ist seit Anbeginn der Welt", alleluja. Singet dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn alle Lande. Ehre sei.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Dienstag, 18. April 2017

Lauretanische Litanei

Herr, erbarme Dich unser.
Christus, erbarme Dich unser.
Herr, erbarme Dich unser - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns.
Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser,
Gott Sohn Erlöser der Welt, ...
Gott Heiliger Geist, ...
Hl. Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, ...
Heilige Maria, bitte für uns.
Heilige Gottesgebärerin, ...
Heilige Jungfrau der Jungfrauen, ...
Mutter Christi, ...
Mutter der göttlichen Gnade, ...
Du reinste Mutter, ...
Du keuscheste Mutter, ...
Du unversehrte Mutter, ...
Du unbefleckte Mutter, ...
Du liebenswürdige Mutter, ...
Du wunderbare Mutter, ...
Du Mutter des guten Rates, ...
Du Mutter des Schöpfers, ...
Du Mutter des Erlösers, ...
Du weiseste Jungfrau, ...
Du ehrwürdige Jungfrau, ...
Du lobwürdige Jungfrau, ...
Du mächtige Jungfrau, ...
Du gütige Jungfrau, ...
Du getreue Jungfrau, ...
Du Spiegel der Gerechtigkeit, ...
Du Sitz der Weisheit, ...
Du Ursache unserer Freude, ...
Du geistliches Gefäß, ...
Du ehrwürdiges Gefäß,...
Du vortreffliches Gefäß der Andacht, ...
Du geheimnisvolle Rose, ...
Du Turm Davids, ...
Du elfenbeinerner Turm, ...
Du goldenes Haus, ...
Du Arche des Bundes, ...
Du Pforte des Himmels, ...
Du Morgenstern, ...
Du Heil der Kranken, ...
Du Zuflucht der Sünder, ...
Du Trösterin der Betrübten, ...
Du Hilfe der Christen, ...
Du Königin der Engel, ...
Du Königin der Patriarchen, ...
Du Königin der Propheten, ...
Du Königin der Apostel, ...
Du Königin der Martyrer, ...
Du Königin der Bekenner, ...
Du Königin der Jungfrauen, ...
Du Königin aller Heiligen, ...
Du Königin ohne Makel der Erbsünde empfangen, ...
Du Königin in den Himmel aufgenommen, ...
Du Königin des Hl. Rosenkranzes, ...
Du Königin des Friedens,
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns,
o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns,
o Herr.

Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme Dich unser.
Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin,
auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten. Wir bitten Dich, o Herr, unser Gott: gib, daß wir, Deine Diener, uns ständiger Gesundheit des Leibes und der Seele erfreuen, und daß wir durch die glorreiche Fürsprache der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria von der Trübsal dieser Zeit befreit werden und die ewige Freude genießen dürfen. Durch Christus unseren Herrn. Amen.




entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur




Quelle: Billerantik

Osterdienstag

Communio
Wenn ihr mit Christus auferstanden seid, so sucht, was droben ist, wo Christus sitzet zur Rechten Gottes, alleluja; was droben ist, sei euer Sinnen, alleluja.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Montag, 17. April 2017

Haussegen zu Ostern

Mit dem frisch geweihten Osterwasser können die Gläubigen ihre Häuser und Wohnung segnen.

Dies geschieht mit dem folgenden Segensgebet

Katholischer Haussegen
"Der Segen Gottes komme reichlich über dieses Haus und über alle, die in ihm wohnen! Die Gnade des Heiligen Geistes heilige all!
Der Name, in dem alles Heil ist, der Allerheiligste Name Jesus, ergieße in reichlichem Maße Heil und Segen über dieses Haus und alles, was darin ist!
Die allerseligste Jungfrau und Mutter Gottes Maria wolle in mütterlicher Sorgfalt für alle sorgen und  alle bewahren vor jeglichem Übel des Leibes und der Seele!
Die mächtige Fürbitte des glorwürdigen heiligen Joseph erflehe unseren Arbeiten glückliches Gedeihen und allen unseren Leiden reichliche Verdienste!
Die heiligen Schutzengel mögen alle in diesem Hause vor den Nachstellungen des bösen Feindes beschützen und einst sicher führen ins himmlische Vaterland!
Der Segen des allmächtigen Gottes des + Vaters und des Sohnes + und des Heiligen + Geistes komme über uns und bleibe bei uns immerdar! Amen.

entnommen aus: aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis, Regensburg 1.2.1973