Mittwoch, 31. August 2016

Für die Seelsorger der Pfarrei

O Jesus, Du hast Deiner Kirche Priester und Seelsorger gegeben, damit Sie Deine Gläubigen auf dem Wege des Heiles zur Tugend und Vollkommenheit führen; gib ihnen die Gnade, daß sie die Wichtigkeit ihres Berufes erkennen, Dein Wort eifrig verkünden, Deine heiligen Geheimnisse uns treu ausspenden und über unsere Seelen wachen! Uns aber gib die Gnade, daß wir alles, was sie uns in Deinem Namen (richtig und nach der Lehre der heiligen, katholischen Kirche - Anm. d. Verfassers) lehren, zum Heile unserer Seelen befolgen! Amen.


entnommen aus: Gottesdienst, Gebet- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising, Michael Kardinal Faulhaber, 25. Februar 1950


Die Anmerkung ist leider notwendig, da viele Priester, selbst die Priester der sog. Tradition, die Lehre Jesu Christi nicht richtig kennen, oder selbst interpretieren ohne Berücksichtigung der lehramtlichen Auslegung, oder nicht glauben, und damit die Gläubigen in die Irre führen und den Glauben verzerren!!!

Fest des hl. Raymund Nonnatus

Quelle: Wikipedia
Er war 1204 zu Portello in Katalonien geboren, trat zu Barcelona in den Mercedarierorden und war tätig im Loskauf der Gefangenen in Afrika: ja er gab sich selber als Lösegeld. Nach einer furchtbaren Gefangenschaft wurde er 1239 von Gregor IX. zum Kardinal ernannt, starb aber schon mit 36 Jahren auf der Reise nach Rom.



Oratio

O Gott, Du hast Deinen hl. Bekenner Raymund durch seine Tätigkeit für die Befreiung Deiner Gläubigen aus der Gefangenschaft der Gottlosen bewunderungswürdig gemacht; gewähre uns auf seine Fürsprache, daß wir, der Sündenfesseln entledigt, in Freiheit vollbringen, was Dir wohlgefällig ist. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Dienstag, 30. August 2016

Gebet eines Kranken zum hl. Schutzengel

O heiliger Schutzengel mein,
Erhöre doch mein Flehen,
weil ich nicht kann, woll´st du hinein
Für mich zur Kirche gehen.

Dort knie dich an mein Plätzlein hin,

Wo ich so gern möcht’ beten;
O wolltest mich mit frommem Sinn
Beim heiligen Opfer vertreten.

Sag´ meinem lieben Gott und Herrn,
Ich schenk’ Ihm Leib und Seele,
Sag´s, wie ich habe Ihn so gern
Und alles Ihm befehle.

Und bei der Wandlung wirf dich dann
Dem Gotteslamm zu Füßen,
Befiehl ihm meine Seele an,
Er soll sie gut verschließen.

Und dann, du liebes Engelein,
Wolltst Ihm doch auch empfehlen,
Ob nah´, ob fern die Freunde mein,
Die lieben, teuren Seelen.

Und hat mich jüngst ein Herz betrübt,
Dem sollst Du extra beten,
Dass unser Herr ihm 
Gnaden
gibt
In Leib- und Seelen-Nöten.

Bring’ von des Priesters Kommunion
Doch mir auch einen Segen,
O! könntest du den Gottessohn
Tief in das Herz mir legen!

Sag´ Ihm, mich hungert täglich mehr
Nach Ihm und seiner Liebe,
Und wie ich wünschte nichts so sehr,
Als dass ich treu Ihm bliebe.

Ja, treu bis an mein letztes End’
Mit Lieb und Seel’ sein eigen;
D´rum mög´er seine Segens-Händ´
Erbarmend zu mir neigen.

Ja, seinen Segen bringe mir,
Lieb´ Engelein, aufs Neue,
Und ewig will ich danken dir
Für deine Huld und Treue. Amen

 



 
gefunden bei Emmy Giehrl, Kreuzesblüten, 1917

Fest der hl. Rosa von der Mutter Gottes, Jungfrau von Lima

Quelle: Wikipedia
Rosa, eine der ersten und schönsten Blumen des erst viel später, als in anderen Weltteilen, aufblühenden Christentums in Amerika, wurde im Jahre 1586 zu Lima in Peru geboren. In der heiligen Taufe erhielt sie den Namen Isabella. Später nannte man sie wegen ihrer Schönheit Rosa. Ihre Eltern, sehr fromm und tugendhaft, erzogen sie mit aller Sorgfalt in der Furcht des Herrn. Dieser segnete ihre Mühe. Rosa ließ sich erziehen. Von ihrer ersten Kindheit an bis zur letzten Stunde ihres irdischen Lebens wandelte sie heldenmütig den engen Pfad des Heils. Schon in ihrer zarten Jugend bewies sie eine außerordentliche Geduld und ertrug Beleidigungen ohne Klage. Öfters genoß sie mehrere Tage nacheinander nur Wasser und Brot, und gab die bessere Nahrung Armen und Kranken. Katharina von siena, diese große Heilige, war ihr Vorbild. Wie diese, ertötete auch Rosa in sich Stolz und Sinnlichkeit und unterdrückte durch strenge Bußwerke jede aufkeimende Leidenschaft. Mit Furcht hörte sie jederzeit das Lob, das man ihrer Schönheit erteilte. Nicht selten gebrauchte sie Mittel, welche ihrem Angesichte die Frische und Schönheit der Farbe nahmen. Die Eigenliebe, diese reichliche Quelle so vieler und heftiger Leidenschaften, vernichtete sie durch Demut, Selbstverleugnung und Gehorsam. Sie befolgte den leisesten Wink ihrer Eltern und Vorgesetzten. Die Liebe zu ihren Eltern zeigte sich im schönsten Lichte, als diese durch unverschuldetes Unglück in die größte Armut gerieten. Tag und Nacht arbeitete die zarte Jungfrau unermüdet, um das Elend und die Not ihrer lieben Eltern zu mildern. Als man später in sie drang, sich zu verehelichen, ließ sie sich , um von diesen Anträgen befreit zu werden, in den dritten Orden des heiligen Dominikus aufnehmen. Nun war sie in ihrem Elemente. Sie wählte eine kleine Zelle, wo sie die strengsten Bußwerke übte. Auf ihrem Haupte trug sie einen Kranz von Blumen, der aber inwendig Stacheln hatte. Dies geschah, damit sie stets an die Leiden des Erlösers erinnert würde. Ihr Gebetseifer, ihre andacht, besonders wenn sie vor dem heiligsten Altarssakramente kniete, oder Jesus Christus, den Neubeleber, im heil. Abendmahle empfieng, war so groß, daß ihr Angesicht strahlte. Sie wurde auch großer Gnaden von Gott gewürdigt. So lebte Rosa mehrere Jahre. Endlich suchte sie der Herr mit einer schmerzlichen Krankheit heim. Doch auch da bewahrheitete sich an ihr das Wort des Apostels: "Denen, die Gott lieben, gereichen alle Dinge zum Besten." (Röm. 8. 28)
Rosa ertrug die Schmerzen ihrer Krankheit mit bewunderungswürdiger Geduld. "Herr!" rief sie, "vermehre meine Leiden, aber vermehre auch die Liebe zu Dir in meinem Herzen!" Der Herr nahm seine treue Braut aus diesem Lande der Mängel am 24. August des Jahres 1617 im 31 Jahre ihres Lebens hinweg. Der Erzbischof von Lima, das Kapitel, der Senat und die Vornehmsten der Stadt begleiteten ihre Leiche. Papst Clemens X. erhob sie im Jahre 1671 unter die Zahl der Heiligen und verordnete, ihr Andenken am 30. August zu feiern.


Betrachtung

Die hl. Rosa lebte nur für Gott. Folge ihr nach, o Christ, wenn du ihr Andenken würdig feiern willst. Nimm immer den Willen des Vaters im Himmel zur Richtschnur deines Wandels. Weihe dich nur Gott. Das wirst du aber erst dann können, wenn du in dir alle Eigenliebe, wie Rosa, ertötest. Mächtig mußt du darum alle Hindernisse wegschaffen, welche deine Liebe zu Gott schwächen; gebrauchen mußt du alle Mittel, welche diese Liebe immer mehr in dir entflammen. Wen die wahre Liebe zu Gott beseelt, der wird in Allem heilig wandeln. Beim Anfang und am Ende jeder Arbeit wird er ausrufen: "Gott! Dein Name werde geheiligt! Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden!"


Gebet

Himmlischer Vater! als Deine Diener wollen wir mit innigster Liebe und Treue uns stets Dir weihen und Deinen Willen tun, wie Rosa.
Wir bitten um Deinen Beistand dazu durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Herrn. Amen.

entnommen aus: Legende der Heiligen auf jeden Tag des Jahres nebst der Anwendung auf die Glaubens- und Sittenlehre, hrsg. von einem Verein katholischer Geistlichen der Diözese Augsburg, 1836

Montag, 29. August 2016

Tägliches Gebet zum Heiligen Geist

Quelle: Wikipedia
O Gott Heiliger Geist, den ich verachtet, betrübt und zurückgewiesen habe von meiner Kindheit bis zum heutigen Tage, offenbare mir Deine Persönlichkeit, Deine Gegenwart, Deine Macht! Laß mich erkennen deine siebenfachen Gaben - den Geist der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Furcht Gottes. O Du, der du bist der Geist des Vaters und des Sohnes, der Du taufest mit feuer und gießest aus die Liebe Gottes in unsere Herzen, gieße aus Deine Liebe in mein Herz! Eines, o Herr, habe ich verlangt von Dir - das will ich suchen, nicht Reichtum, Rang, Macht, irdisches Heim und irdisches Glück -, aber einen Strahl dieses heiligen Lichtes, einen Funken dieses heiligen Feuers, das mich entzünde, und mich ganz in das Feuer der Liebe versenke! Laß diese heilige Feuer in mir aufleuchten, daß es in mir jeden Rest der Sünde an Leib und Seele austilge. Reinige mich siebenfach mit Deinen Gaben! Mache aus mir ein heiliges und ganz angenehmes Opfer! Entzünde mich mit Eifer und laß mich zerfließen in Buße, daß ich möge leben das Leben und sterben den Tod eines wahrhaft bußfertigen Sünders. Amen


Kardinal Henry Edward Manning
 
 
entnommen aus: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis Regensburg 1973

Fest der Enthauptung des hl. Johannes des Täufers

Quelle: Wikipedia
Wie die Geburt (24. Juni), so ehrt die Kirche auch den Martertod des Größten unter den vom Weibe Geborenen durch ein eigenes Fest. Der Introitus und die Lectio erinnern an den Freimut des heiligen Vorläufers. Das Evangelium erzählt den Hergang seines Martyriums.


Introitus

Ich legte Zeugnis ab für Dein Gesetz vor Königen und wurde nicht zuschanden; ich überdachte Dein Gebot, das ich gar innig liebe. Gut ist's, den Herrn zu preisen, und Deines Namens Lob zu singen, Allerhöchster. Ehre sei.



Lectio Jeremiae Prophetae

In jenen Tagen erging das Wort des Herrn also an mich: "Gürte deine Lenden, mache dich auf und rede zu Juda alles, was Ich dir gebiete. Habe keine Angst vor ihnen; denn Ich will bewirken, daß du dich vor ihnen nicht zu fürchten brauchst. Ich mache dich ja heute zu einer festen Burg, zu einer eisernen Säule, zu einer ehernen Mauer wider das ganze Land, wider die Könige von Juda und seine Fürsten, wider die Priester und das Volk des Landes. Sie werden zwar kämpfen wider dich, aber dich nicht überwältigen; denn Ich bin mit dir", spricht der Herr, "um dich zu befreien."




Evangelium

In jener Zeit ließ Herodes den Johannes ergreifen und ins Gefängnis werfen wegen der Herodias, der Frau seines Bruders, die er zum Weibe genommen hatte. Johannes hatte nämlich zu Herodes gesagt: "Es ist dir nicht erlaubt, das Weib deines Bruders zu haben." Daher stellte ihm Herodias nach und wollte ihn töten; sie konnte es jedoch nicht. Herodes hatte nämlich Scheu vor Johannes, weil er wußte, daß er ein gerechter und heiliger Mann war. Er hielt ihn zwar in Gewahrsam, tat aber vieles auf seinen Rat hin und hörte ihn gerne. - Da kam ein gelegener Tag. Herodes gab zu seinem Geburtsfeste den Großen, den Hauptleuten und den Vornehmen von Galiläa ein Gastmahl. Da trat die Tochter der Herodias hinein und tanzte. Sie gefiel dem Herodes und auch denen, die mit ihm zu Tische waren. Da sprach der König zu dem Mädchen: "Verlange von mir, was du willst, und ich werde es dir geben." Ja, er schwur ihr: "Alles, was immer du von mir verlangst, werde ich dir geben und wäre es die Hälfte meines Reiches." Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: "Was soll ich begehren?" Diese antwortete: "Das Haupt Johannes' des Täufers." Sogleichte eilte sie zum König hinein und forderte also: " Ich will, daß du mir sofort auf einer Schüssel das Haupt Johannes' des Täufers gibst." Da ward der König traurig; aber wegen des Schwures und der Gäste wollte er sie nicht abweisen. Er schickte also einen seiner Leibwächter hin mit dem Auftrag, das Haupt auf einer Schüssel zu bringen. Dieser enthauptete ihn im Gefängnis, brachte das Haupt auf einer Schüssel und gab es dem Mädchen, das Mädchen aber gab es seiner Mutter. Als seine Jünger es hörten, kamen sie, holten den Leichnam und bestatteten ihn in einem Grabmal.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Bitten wir Gott, daß er unserem Papst Franziskus den Glauben und den Mut gebe, daß er gegen die Sünden der UNO (LGTB etc.) sich widersetzen möge und diese als Sünden öffentlich brandmarken möge, wie es seine Aufgabe wäre.

Sonntag, 28. August 2016

Gebet des Hl. Augustinus zum Heiligen Geist

Hl. Augustinus Lateranbasilika
Quelle: Wikipedia
Atme in mir, du Heiliger Geist,
daß ich Heiliges denke!

Treibe mich, du Heiliger Geist,
daß ich Heiliges tue!

Locke mich, du Heiliger Geist,
daß ich Heiliges liebe!

Stärke mich, du Heiliger Geist,
daß ich Heiliges hüte!

Hüte mich, du Heiliger Geist,
daß ich es nimmer verliere!


entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957

Lassen Sie uns zu unserem Beistand beten für die gesamte katholische Kirche, damit alle vor allen Dingen unser Papst, unsere Kardinäle und Bischöfe, unsere Ordensgeistlichen und alle Gläubigen, wie der Hl. Kirchenlehrer Augustinus, Heiliges denken, lieben und bewahren!


"Ich will den Vater bitten, daß er euch einen anderen Beistand gibt, der in Ewigkeit bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr jedoch kennt ihn; denn er wird dauernd in euch sein."
Joh 14, 16
                  



Dank an Gott

Nie kann, o Herr, ich danken Dir genug;
es soll Dir danken jeder Atemzug.
Es soll dir danken jeder Herzensschlag
bis auf den letzten Schlag am letzten Tag.
Es soll Dir danken jeglicher Gedanke.
Nichts andres möchte ich denken, als: Ich danke, danke!


Entnommen aus: Gottesdienst, Gebets- und Gesangsbuch der Erzdiözese München und Freising, Michael Kardinal Faulhaber, 25. Februar 1950

Gebet nach der hl. Kommunion

Wir sagen Dir Dank, Heiliger Vater, für Deinen heiligen Namen, den Du Wohnung nehmen ließest in unseren Herzen, sowie für die Erkenntnis und den Glauben und die Unsterblichkeit, die du uns geoffenbart hast durch Jesus, Deinen Sohn, Dir die ehre in alle Ewigkeit! Du, o allmächtiger Herr, hast alles um Deines Namens willen erschaffen, Du hast den Menschen Speise und Trank zum Genusse gegeben, auf daß sie Dir danksagen. Uns aber hast Du gnädig eine geistige Speise und einen geistigen Trank und das ewige Leben gespendet, durch Deinen Sohn. Vor allem sagen wir Dir Dank ob Deiner Macht. Dir die Ehre in alle Ewigkeit! Gedenke, o Herr, Deiner Kirche: erlöse sie von allem Übel und vollende sie in Deiner Liebe; sie, die geheiligte, führe aus allen vier Winden zusammen zu Deinem Reiche, das Du für sie bereitet hast; denn Dein ist die Macht und die Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Kommen möge die Gnade! Vergehen möge diese Welt! Hosanna dem Sohne Davids! Wer heilig ist, trete hinzu; wer nicht tue Buße! Marán athá (Unser Herr komm)! Amen.

Zwölfapostellehre
 
 
 
entnommen aus: Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fünfzehnter Sonntag nach Pfingsten

Introitus

Herr, neige Dein Ohr zu mir und erhöre mich: errette Deinen Diener, der auf Dich hoffet, mein Gott. Erbarm Dich meiner, o Herr, ich rufe zu Dir den ganzen Tag. Mach froh die Seele Deines Knechtes; denn zu Dir, o Herr, erhebe ich meine Seele.


Oratio

Immerwährendes Erbarmen reinige und schirme Deine Kirche, o Herr; und weil sie ohne Dich nicht heil bestehen kann, so werde sie allezeit durch Deine Gnade geleitet. Durch unsern Herrn.


Epistola (Gal. 5, 25-26; 6, 1-10)

Brüder! Wenn wir im Geiste leben, laßt uns auch im Geiste wandeln. Laßt uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander herausfordern, einander beneiden. Brüder! Wenn auch einer von irgendeinem Fehler überrascht wird, so unterweiset ihn im Geiste der Sanftmut. Hab acht auf dich selbst, damit nicht auch du versuchet werdest (und fallest). Einer trage des anderen Last, dann werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Denn wenn einer sich einbildet, etwas zu sein, da er doch nichts ist, betrügt er sich selbst. Ein jeder prüfe sein eigenes Tun; dann mag er sich bei sich selber rühmen, nicht vor einem anderen. Denn jeder hat seine eigene Last zu tragen. Wer in der Lehre Unterricht erhält, teile all sein Gut mit dem, der ihn unterrichtet. Täuschet euch nicht: Gott läßt Seiner nicht spotten. Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Wer im Fleische sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber im Geiste sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. So laßt uns denn Gutes tun und nicht ermüden; zu seiner Zeit dann werden wir ernten, wenn wir nicht nachlassen. Solange wir noch Zeit haben, laßt uns allen Gutes tun, vorzüglich aber den Glaubensgenossen.

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur



Lassen Sie uns alle bei Gott häufig die Oratio beten, daß Er Seiner Kirche beistehe, trotz des Papstes und der Kardinäle, Bischöfe, Priester und Ordensleute, die Seine Lehre nicht mehr unverfälscht verkünden und nicht gegen die Sünden der Welt die Stimme erheben.

Gebete vor der hl. Kommunion

Allmächtiger, ewiger Gott, siehe ich komme zum Sakramente Deines eingeborenen Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Ich komme wie ein Kranker zum Arzte des Lebens, wie ein Unreiner zum Quell der Barmherzigkeit, wie ein Blinder zum Lichte der ewigen Klarheit, wie ein Armer und Bedürftiger zum Herrn des Himmels und der Erde. Ich bitte Dich also im Vertrauen auf Deine überreiche Güte: heile gnädigst meine Krankheit, wasche ab meine Unreinigkeit, erleuchte meine Blindheit, bereichere meine Armut und bekleide meine Nacktheit, damit ich das Brot der Engel, den König der Könige und den Herrn der Herrscher mit so großer Ehrfurcht und Demut, mit so tiefer Zerknirschung und Andacht, mit so reinem und gläubigem Herzen, mit solcher Gesinnung und Meinung genieße, wie es dem Heile meiner Seele nützlich ist.
Ich bitte, verleihe mir, daß ich nicht nur äußerlich das Sakrament des Leibes und Blutes des Herrn empfange, sondern auch innerlich dessen Wesen und Kraft. O mildreichster Gott, laß mich den Leib Deines eingeborenen Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, den Er aus Maria der Jungfrau, angenommen, so empfangen, daß ich verdiene, Seinem mystischen Leib einverleibt und dessen Gliedern beigezählt zu werden.
O Liebreichster Vater, laß mich Deinen vielgeliebten Sohn, den ich jetzt auf diesem Lebenswege verhüllt empfangen will, dereinst mit unverhülltem Angesicht ewig schauen, der als Gott mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Heiliger Thomas von Aquin


entnommen aus Schott Meßbuch Imprimatur 1957

Fest des hl. Augustinus, Bischofs, Bekenners und Kirchenlehrers

"Nimm und lies" - die Bekehrung des hl. Augustinus
Quelle: Wikipedia
Im Jahre 354 zu Tagaste in Numidien geboren, verbrachte er seine Jugend im Leichtsinn und nahm den Irrtum der Manichäer an. In Mailand kam er durch die Predigt des hl. Ambrosius zur Kenntnis des wahren Glaubens und zum Studium der Hl. Schrift und ließ sich dort 387 taufen. Nach Afrika zurückgekehrt, wurde er Priester und 395 Bischof von Hippo. Durch seine Predigten und Schriften übte er auf alle Länder und Zeiten einen gewaltigen Einfluß aus. Er ist der größte lateinische Kirchenlehrer, besonders als "Lehrer der Gnade". Er starb 430 in Hippo. Sein heiliger Leib wird in Pavia verehrt

entnommen aus: Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Betrachtung

Lieber christlicher Leser! Unter den vielen und herrlichen Stellen , welche in den Schriften des hl. Augustinus vorkommen, sei nur diese einzige zur Beherzigung: "Vergebens", schreibt der große Bischof, "würde man die wahre Weisheit zu erlangen streben, auf einem Wege, der von dem verschieden ist, den uns Gott selbst vorzeichnete. Wenn man mich fragt, welches Gebot die erste, die zweite, die dritte Stelle einnimmt, so antworte ich: die Demut, und werde, so oft man dieselbe Frage stellt, auch dieselbe Antwort geben. Dies will zwar nicht sagen, als gäbe es keine anderen Gebote; allein wenn die Demut nicht vorhergeht, nicht in der Begleitung, nicht im Gefolge steht, so entreißt der Stolz unsern Händen alles Gute, das wir tun. Unser Heiland hat Knechtsgestalt angenommen, um uns diese Tugend zu lehren, welcher sich eine gewisse Weisheit entgegensetzt, die eine wahre Unwissenheit ist."


Gebet

Ohne Dich vermögen wir Nichts, o Gott! und mit Dir Alles. Gib, das wir in uns jeden Stolz, jede Anmaßung vertilgen, und demütig, mithin Dir wohlgefällig werden! Wir bitten Dich durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.


entnommen aus: Legende der Heiligen auf jeden Tag des Jahres nebst der Anwendung auf die Glaubens- und Sittenlehre, hrsg. von einem Verein katholischer Geistlichen der Diözese Augsburg, 1836

Samstag, 27. August 2016

Gebet zu Christus um den Geist der Liebe

Lob, Ehre und Preis sei Dir, Christus, der Du so gütig gewesen bist in Deinem Verkehr mit den Menschen, sie getröstet und gestärkt und mit vielen Wundern Deiner barmherzigen Liebe ihre Leiden und Krankheiten geheilt hast. Gib mir ein Herz voll Teilnahme und Barmherzigkeit, daß ich mit den Betrübten trauere und mit den Frohen mich freue und mitempfinde mit ihnen wie mit mir selbst. Laß mich geduldig ihre Fehler ertragen und, soviel ich kann, ihnen helfen in ihren Bedrängnissen.
Lob, ehre und Preis sei Dir, Christus, der Du auch den Zöllnern und Sündern herzliche Liebe erwiesen hast. Gib mir die Gnade, daß ich alle mit wahrer Liebe umfasse, gerne denen verzeihe, die mich beleidigten, und alle, die mir abgeneigt sind, vollkommen liebe und ihnen Gutes für Böses vergelte. Amen.


entnommen aus: Gotteslob, Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising, Michael Kardinal Faulhaber, 25.02.1950

Wie schimmernde Morgenröte

Wie schimmernde Morgenröte, strahlend wie die Sonne, im lieblichen Glanze des Mondes steigt Maria empor zum höchsten Himmel.
Heute besteigt die Königin der Welt den Thron der Herrlichkeit, sie, die Den gebar, Der vor dem Morgenstern ist.
Aufgenommen über die Engel, erhebt sie sich auch über die Erzengel. Alle Verdienste der Heiligen läßt sie hinter sich.
Den sie einst an ihre Brust gedrückt, Den sie in die Krippe gebettet, sieht sie jetzt als König über alles in der Herrlichkeit des Vaters.
Für uns flehe Deinen Sohn an, o Jungfrau der Jungfrauen, durch die Er unsere Natur angenommen und uns die Seinige darbietet. Dir sei Lob, Allerhöchster, der Du aus der Jungfrau geboren bist: Ehre sei auch dem unaussprechlichen Vater und dem Heiligen Geiste! Amen.

Hl. Petrus Damiani
(Fest am 23.02.)
 
entnommen aus: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis Regensburg 1973

Freitag, 26. August 2016

Heilige Stunde - Betrachtung wie Jesus im Gebete aushält, obschon er nicht erhört wird

1.Nachdem Er bei den Aposteln gewesen, und zum Gebete zurückgekehrt war, wiederholte Er dieselben Worte; aber mit größerem Eifer, als vorher: Mein Vater, Mein Vater, Dir ist alles möglich, wende diesen Kelch von Mir; doch nicht was Ich will, sondern was Du willst. (Mark. 14. 36.)
Die Verdopplung des Eifers und Vertrauens drückt sich in den Worten aus: Mein Vater, Mein Vater. Er bekennt zugleich, daß sein Vater allmächtig ist, und will uns dadurch lehren: 1. daß der Erfolg des Gebetes von der Allmacht Gottes abhängig ist; 2. daß man, um von Gott eine Gnade zu erhalten, damit beginnen müsse, Seine Allmacht anzuerkennen. Der Sinn Seines gebetes ist daher: Du kannst mir, um was ich bitte, weder aus Mangel an Liebe verweigern, denn Du bist mein Vater, noch aus Mangel an Macht, denn Dir ist Alles möglich ...
So sollen auch wir beten, besonders in dringenden Gefahren und Trübsalen ...., Ja, mein Vater, Dir ist Alles möglich .....
Befreie mich von der Versuchung, die mich dränget.... Gib mir die Tugend, um welche ich Dich bitte... Stehe mir bei in der Not, in der ich mich befinde ... Vor allem aber geschehe Dein Wille .... und nicht der meinige ...
Erwecke eine vollkommene Ergebung in den Willen Gottes ...

2. Jesus kommt abermals zu den Aposteln, und findet sie schlafend. Er hat Mitleiden mit ihrer Schwachheit .... dann kehrt Er zum dritten Male zurück, und wiederholt dasselbe Gebet: Mein Vater, wenn Du willst, so nimm diesen Kelch von mir usw. Dieses Gebet war lang; denn wie der Evangelist erzählt , verfiel Er in Todesangst und verlängerte Sein Gebet (Luk. 22. 24.).
Betrachte die auffallende Verlassenheit, in der Sich der Heiland befindet: Er empfängt von Niemanden einigen Trost ... Seine heil. Mutter ist abwesend ... Sein Vater höret Ihn nicht ... Seine Jünger schlafen ... Seine Gottheit und die höheren Eigenschaften der Seele lassen die niederen in der größten Verlassenheit.
Ich suchte Jemand, der mit Mir trauerte, ruft Er durch den Mund des Propheten, und Niemand war das, der Mich tröstete, und Ich fand Keinen (Ps. 68. 21.)
Erwecke Gefühle des Mitleids ... einen aufrichtigen und festen Vorsatz, Ihn nachzuahmen.

3. Je verlassener der Heiland ist, desto mehr verharret Er im Gebete ... ohne Sich zu beklagen, daß Ihn der Vater nicht erhört ... ohne der heil. Übung überdrüssig zu werden, ohne zu ermüden, denn Er wiederholt sie dreimal ... Im Gegenteile, Sein Eifer nimmt immer mehr zu. Hören wir nach diesem göttlichen Vorbilde nicht auf zu beten, und murren wir nicht wider Gott, daß Er uns nicht erhöre ... oder daß Er zögere, uns heimzusuchen ... Unterlassen wir daher nicht die Gewohnheit des Gebetes ... Ja es ist gut, dasselbe in solchen Fällen zu verlängern, um einen Sieg über uns selbst zu gewinnen. Wer wollte sich beklagen, daß er nicht sogleich erhört werde, da er es wünsche, wenn er sieht, daß Gott Seinen vielgeliebten Sohn nicht erhört? Die Zögerung hat Ihm keinen Nachteil gebracht - sie wird auch uns nicht schaden ... Sein Vater erhöret Ihn nicht, weil Er unser Heil will ... Bewundere Seine Liebe ... Danke Ihm ...
Erwecke eine gleiche Ergebung für ähnliche Fälle ... Es ist zu deinem Besten.

Ablaßgebet
Seele Christi

entnommen aus: Die Heilige Stunde, G. W., Bischöfliche Gutheißung Benignus Bischof von Autun 10. Februar 1830

Gedächtnis des hl. Zephyrinus, Papstes und Martyrers

Quelle:Wikipedia
Dem Papste Viktor folgte der hl. Zephirin auf dem Stuhle des hl. Petrus. Mit dem erleuchtetsten Eifer und mit hoher Weisheit stand er der Kirche Jesu Christi vor in einer Zeit, wo die Gläubigen gleichsam von reißenden Wölfen bedroht und gefährdet waren. Der römische Kaiser Severus hatte eine blutige Verfolgung aller Christen anbefohlen. Schrecklich waren die Qualen, wodurch die Heiden die Gläubigen der Kirche zur Verleugnung Jesu und zum Abfalle von Seiner Religion zu zwingen suchten. Der heilige Oberhirte ging unerschrocken hin zu den Kerkern und Richtplätzen und ermunterte die gefangenen und gepeinigten Christen zum standhaften Bekenntnisse Jesu Christi, und freute sich über die herrlichen Triumphe, welche so viele standhafte Bekenner errangen. Mit großem Schmerze aber beklagte er den Abfall derer, die in ihrem Kampfe nicht verharrten.
Kaum aber hatte die blutige Verfolgung aufgehört und kaum war der Kirche der Friede von Seite der Heiden zuteil geworden, als sich aus dem Schoße der Kirche selbst weit gefährlichere Feinde für dieselbe erhoben, nämlich die Irrlehrer. Marcion, Praxeas, Valentin und die Montanisten verbreiteten die gefährlichsten Irrlehren. Mit hoher Weisheit und mit aller Kraft des göttlichen Wortes, welches der heilige Zephirin rein und unverfälscht verkündete, bekämpfte er diese Irrlehrer und besiegte sie Alle, wie der hl. Optatus versichert. Vorzüglich schmerzte den heiligen Oberhirten der Fall des Tertullian, der zur Sekte der Montanisten übergetreten war. Der Stolz war die Ursache des Abfalles dieses so gelehrten Mannes von der reinen Lehre der Kirche, der ein großes Licht derselben hätte werden können vermöge der ihm von Gott verliehenen Gaben. Ein gewisser Proculus, ein durch Beredsamkeit berühmter Montanist, gewann seine Freundschaft und wußte den vom Stolze verblendeten Tertullian, der nur auf den Glanz seiner Beredsamkeit sah, für die schändliche Irrlehre der Montanisten zu gewinnen. Diesen Proculus hatte bald nachher der hl. Cajus, wie der hl. Hieronymus versichert, vollkommen widerlegt, so daß viele Irrgläubige wieder in den Schoß der Kirche zurückkehrten. Der hl. Zephirin hatte auch noch die Freude, den Natalis in den Schoß der Kirche zurückkehren zu sehen, welcher sich hatte verleiten lassen, zu der Irrlehre des Ebion und Theodot, daß nämlich Christus bloßer Mensch sei, überzutreten, obwohl er in der oben erwähnten Verfolgung unter Severus die grausamsten Martern erduldete wegen des standhaften Bekenntnisses seines Glauben an Christus, den Sohn Gottes. Gott hatte ihn um dieses früheren Bekenntnisses willen nicht ganz verstoßen. Die Gnade zog ihn wieder hin zur reinen, göttlichen Lehre der Kirche. Unter einem Strome von Tränen erschien er vor Zephirin, dem Papste, schwor vor diesem und allem Volke seine Irrlehre ab und bat Alle um Verzeihung. Doch erst nach den Beweisen wahrer Buße nahm der hl. Papst ihn wieder auf.
Der heilige Oberhirt hatte aber auch von den VErführern des Natalis, den Irrlehrern, viele Mißhandlungen zu erdulden. Aber er ließ sich dadurch nicht irre machen und in seinem Eifer für die reine Lehre der Kirche nicht einschüchtern. Siebzehn Jahre leitete dieser heilige Oberhirt die Kirche Jesu, bekehrte viele Heiden und Abtrünnige und siegte über alle Irrlehrer. Er starb im Jahre 219; am 26. August wurde er auf dem Calixtinischen Kirchhofe begraben.


Betrachtung

Viele und große Gefahren haben die Kirche Jesu Christi bedroht vom Anfange an durch alle Jahrhunderte. Gleich reißenden Wölfen drangen die Heiden ein auf die Herde Jesu Christi, um sie zu vernichten, und zahllose Irrlehrer, welche den mütterlichen Schoß der Kirche verlassen hatten, suchten die reine heilige Lehre zu verdrängen. Der Götzendienst aber hörte auf, die Irrlehrer und Irrlehren schwanden dahin, und wir kennen die meisten kaum noch dem Namen nach; die Kirche Jesu aber und die reine heilige Lehre besteht noch, und wird bestehen, gemäß der Zusage des Herrn, bis an das Ende aller Zeiten.
"Wer sich aber immer von der Kirche absondert, und sie verläßt, wird nicht zu den Belohnungen Christi gelangen. Der kann Gott nicht zum Vater haben, der die Kirche nicht zur Mutter hat", schreibt der hl. Cyprian, der schon in den ersten Jahrhunderten der christlichen Kirche leuchtete, in dem Büchlein von der Einigkeit der Kirche. Wir müssen wohl Acht haben, daß wir nicht nur mit dem Munde uns zu der Einen, wahren Kirche Jesu bekennen, sondern in Wort und Tat, in Gesinnung und Wandel offenbaren unsern wahren und unverfälschten Glauben an Jesus Christus.


Gebet

Jesus Christus, Du Sohn des lebendigen Gottes! Du hast Deine Kirche gestiftet und Deinen Beistand verheißen bis an das Ende der tage, damit wir, geschützt vor den Lehren des Unglaubens und des Irrtums, immer Deine göttliche reine Lehre hören, Deine Sakramente empfangen, und durch das göttliche Wort und die göttliche Gnade zu frommen und des Himmels würdigen Kindern gebildet werden. Wir wollen auch immer auf die Stimme Deiner Kirche hören und uns bestreben, den reinen Glauben an Deine Lehre zu bewahren und durch unser ganzes Leben in Wort und Tat zu offenbaren. Stärke uns in diesem Vorsatze, Du Sohn Gottes, unser Heiland, der du lebst und regierst mit Gott dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


entnommen aus: Legende der Heiligen auf jeden Tag des Jahres nebst der Anwendung auf die Glaubens- und Sittenlehre, hrsg. von einem Verein katholischer Geistlichen der Diözese Augsburg, 1836



Welch ein Unterschied zwischen dem Hl. Papst Zephyrinus und Papst Franziskus! Der hl. Zephirin bekämpft die Irrlehrer,  Papst Franziskus verbreitet Irrlehren, wie z. B. daß keine Konvertiten nötig seien, oder ihn begleitet ein Rabbi und Moslem auf seiner Nahostreise ohne Hinweis darauf, daß er versucht hätte diese Irrgläubigen zu bekehren.
Er läßt in der heiligen katholischen Kirche, die ihm anvertraut ist zu, daß Irrlehren verbreitet werden, ja sogar Sünden öffentlich in der Kirche begangen werden, wie z. B. die "Trauung lesbischer Paare" etc. Wir sehen anders als früher, als sich die Irrlehrer abgesondert hatten von der katholischen Kirche, sitzen sie heute mitten in ihr und in den höchsten Ämtern.

Umso mehr müssen wir beten, daß uns der Herr heilige Priester senden möge, um uns in der reinen unverfälschten Lehre, die die  heiligen Kirchenlehrer festgehalten haben, zu unterweisen.

Liebster Jesus, sende uns Priester nach Deinem Herzen!

O Gott, allmächtiger Vater, wir bitten Dich um die Bekehrung der armen Sünder in unserer heiligen katholischen Kirche, für den Papst Franziskus, für die Kardinäle und Bischöfe, für die Priester, für die Schwertern und Brüder in den Orden und für alle Gläubigen!

Donnerstag, 25. August 2016

Mein Gott, Du nur Du allein

Quelle: Wikipedia
O mein Gott, Du, nur Du allein bist allweise und allwissend. Ich glaube, daß Du weißt, was das Beste für mich ist. Ich glaube, daß Du mich mehr liebst, als ich mich selbst, daß Du allweise bist in Deiner Vorsehung und allmächtig in Deinem Schutz. Ich danke Dir aus ganzem Herzen, daß Du mich meiner eigenen Hand entrissen und mir befohlen hast, mich in Deine Hand zu geben. Ich kann nichts Besseres wünschen als Deine Bürde zu sein und nicht meine eigene. O Herr, durch Deine Gnade will ich Dir folgen, wohin immer Du gehst, und will Deinem Wege nicht vorgreifen. Ich will warten auf dich, auf Deine Führung, und wenn ich sie erlangt habe, will ich in Schlichtheit handeln und ohne Furcht. Und ich verspreche, daß ich nicht ungeduldig sein will, wenn Du mich einmal in Dunkelheit und Verwirrung lässest; noch will ich klagen oder mich erzürnen, wenn ich in Unglück falle oder Angst Amen.

sel. Kardinal Newmann
 
 
entnommen aus: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis Regensburg 1973

Fest des hl. König Ludwig von Frankreich

Ludwig IX., der Heilige, König von Frankreich (1226 - 1270), war das Muster eines christlichen Herrschers und förderte unter dem Einfluß seiner frommen Mutter, der hl. Blanka, das kirchliche Leben, wo er nur konnte. Seine Regierungstätigkeit war aufgebaut auf strenger Gerechtigkeit und unerschöpflicher Friedensliebe. Auf dem zweiten Kreuzzug, den er unternahm, erlag er 1270 vor Tunis einer in seinem Heer wütenden Pest.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Betrachtung

Lerne, christlicher Leser vom hl. Ludwig: Den Namen Jesu zu verherrlichen, den Leidenden und Dürftigen nach Kräften beizuspringen und in schweren Leiden gottergeben auszuharren. - Weil der hl. Ludwig Jesum, den Erlöser von ganzem Herzen liebte und das Beseligende seines Evangeliums selbst empfand, so verwendete er seine ganze Macht dazu, alle Herzen Christo zu gewinnen, erließ die trefflichsten Verordnungen, die christliche Religion zu befördern und sein Volk dadurch zu beglücken. Den Namen Jesu zu verherrlichen, Seine Ehre und die Anbeter Seines Namens zu retten, achtete er keine Todesgefahr .  Möchtest du gleichfalls ermuntert werden, christlicher Leser, den Namen Jesu in deiner Umgebung zu verherrlichen durch wahrhaft christlichen Wandel, durch fromme Gespräche, geeignete Ermahnungen und durch eine christliche Hausordnung! - Der hl. Ludwig sorgte für die Armen, gab, daß oft seine Kasse erschöpft ward,  und machte die wohltätigsten Stiftungen. Dir stehen nun freilich nicht so viele Mittel zu Gebote, den Armen zu helfen; aber verwende deine geringen Mittel dazu; sei Barmherzig. Wir würde dir ein Armer danken, wenn du so manchen Gulden, den du für Hoffart und Freudenmahle und sinnliche Genüsse zu viel ausgibst, ihm dem Armen reichest? - Der hl. Ludwig konnte durch kein Leiden und kein Unglück niedergebeugt werden; denn er vertraute auf Gott und trug gehorsam das Kreuz. Du bist vielleicht ein Fein des Kreuzes, trotzest Gott, klagest und murrst gegen ihn, wenn du leiden und Unglück tragen sollst. Wie kann Jesusdein Freund und Heiland werden, wenn du ein Feind des Kreuzes bist?


Gebet

Erwecke in uns, o Gott auf die Fürbitte Deines Dieners Ludwig lebendigen Eifer für die Verherrlichung Deines Sohnes und die Verbreitung Seines göttlichen Evangeliums unter uns, daß wir durch wahrhaft christlichen Wandel einander zum Guten ermuntern, in tätiger Liebe den leidenden Brüdern beispringen, und in Ergebung und Gehorsam das Kreuz täglich auf uns nehmen, und so deine guten, des himmlischen Reiches würdigen Kinder werden mögen. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.


entnommen aus: Legende der Heiligen auf jeden Tag des Jahres nebst der Anwendung auf die Glaubens- und Sittenlehre, hrsg. von einem Verein katholischer Geistlichen der Diözese Augsburg, 1836

Mittwoch, 24. August 2016

Gebet zum heiligen Joseph, daß ich dankbar und freudig arbeite

Quelle: Wikipedia
Ruhmreicher, heiliger, Joseph, du bist das Vorbild aller Arbeiter. Erbitte mir die Gnade, daß ich arbeite im Geiste der Buße, um Sühne zu leisten für meine vielen Sünden; daß ich gewissenhaft arbeite und die Erfüllung meiner Pflicht höher stelle als meine persönlichen Neigungen; daß ich dankbar und freudig arbeite und meine Ehre darein setzte, bei der Arbeit die mir von Gott verliehenen Talente zu verwerten und zu entfalten; daß ich ordnungsgemäß und friedlich, mit Mäßigung und Geduld arbeite und nie zurückschrecke vor Ermüdung und Schwierigkeiten; vor allem, daß ich in reiner Absicht und selbstlos arbeite und stets den Tod vor Augen habe und die Rechenschaft, die ich ablegen muß über die verlorene Zeit, über die unbenützten Talente, über das unterlassene Gute und über jede eitle Selbstgefälligkeit bei Erfolgen, die im Dienste Gottes doch so schädlich ist. Alles für Jesus, alles durch Maria, alles nach deinem Vorbild, heiliger Vater Joseph! Das soll mein Wahlspruch sein im Leben und im Sterben. Amen
 
Hl. Pius X.
 
 
entnommen aus: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis, Regensburg 1973

Fest des hl. Bartholomäus, Apostels und Martyrers

Quelle: billerantik
Zu den Laudes

Sie haben die Werke Gottes verkündet. Und Einsicht gewonnen in Seine Taten.


Benedictus Antiphon

Ihr, die ihr alles verlassen habt und mir nachgefolgt seid, werdet hundertfach empfangen und ewiges Leben besitzen.


Oratio

Allmächtiger ewiger Gott, der Du uns die ehrwürdige und heilige Freude dieses Tages am Fest Deines heiligen Apostels Bartholomäus schenkst, lass Deine Kirche, so bitten wir, das lieben was er geglaubt hat, und das verkünden was er gelehrt hat, durch unsern Herrn.


entnommen aus : Diurnale Romanum, Priesterbruderschaft St. Petrus,
Imprimatur 25. Mai 2011


Wir hoffen, daß diese aus dem Brevier (dem Stundengebet, zu dem die Priester verpflichtet sind), entnommenen Gebete von den Priestern auch bei vollem Bewußtsein gebetet werden, denn manche Priester verkünden doch eher sich selbst und ihre eigenen Interpretationen, statt die ewige Wahrheit, die durch die Lehrmeinung der katholischen Kirche ausgelegt ist.

Dienstag, 23. August 2016

Zu meinem Engel

Quelle:Wikipedia
Erhabener Hüter meiner Seele, du, der leuchtet in dem schönen Himmel wie eine zarte und reine Flamme, nahe dem Thron des Ewigen, du kommst für mich auf diese Erde und erleuchtest mich mit deinem Schein. Schöner Engel, du bist mein Bruder geworden, mein Freund, mein Tröster.
Wissend meine große Schwäche, führst du mich an der Hand. Und ich sehe dich, voll Zärtlichkeit räumen den Stein vom Wege. Immer lädt mich deine liebe Stimme ein, nur den Himmel zu schauen; je mehr du mich niedrig und klein siehst, um so strahlender ist dein Angesicht.
O du, der durcheilt den Raum, schneller als die Blitze, fliege recht oft an meiner Stelle hin zu denen, die mir teuer sind! Mit deinem Flügel trockne ihre Tränen! Singe, wie gut Jesus ist! Singe, wie Leiden hat Freuden! Und ganz heimlich flüstere meinen Namen.
Ich will in meinem kurzen Leben, retten meine Brüder, die Sünder. O schöner Bote des Vaterlandes, gib mir deine heiligen Gluten! Ich habe nichts als meine Opfergaben und meine schmucklose Armut. Vereint mit deinen reinen Wonnen bringe sie dem Dreieinigen Gott!

 
Hl. Theresia von Lisieux
 
 
entnommen aus: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis Regensburg 1973

Des Herren Wille in allem

Herr, wie Du willst, soll mir gescheh'n, und wie Du willst, so will ich geh'n, hilf Deinen Willen nur versteh'n!
Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit heut und in alle Ewigkeit.
Herr, was Du willst, das nehm' ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn; genug, daß ich Dein Eigen bin.
Herr, weil Du's willst, drum ist es gut, und weil Du's willst, drum hab ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht.

(Lieblingsgebet von Pater Rupert Mayer S.J.)


entnommen aus: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis Regensburg 1973

Montag, 22. August 2016

Lehr' mich wahre Großmut

O ewiges Wort, eingeborener Sohn, lehr' mich die wahre Großmut! Lehre mich Dir dienen, wie Du es verdienst; geben, ohne zu zählen, kämpfen, unbekümmert um Verwundungen, arbeiten, ohne Ruhe zu suchen, mich einsetzen, ohne einen anderen Lohn zu erwarten als das Bewußtsein, Deinen heiligen Willen erfüllt zu haben.

zugeschrieben hl. Ignatius v. Loyola
 
 
entnommen aus: aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, mit kirchlicher Druckerlaubnis 1973

Sonntag, 21. August 2016

Das heilige Sakrament der Buße 6

Nach der Beichte

Nach der Beichte kannst du folgendes Gebet verrichten
Barmherziger Gott, liebreichster Vater! Von ganzem Herzen und aus allen Kräften meiner Seele danke ich dafür, daß Du mich durch dieses heilige Sakrament um der unendlichen Verdienste Jesu Christi willen von meinen Sünden befreit und gereinigt hast. Verzeihe mir alle Fehler, die ich vielleicht in der Vorbereitung und Ablegung meiner Beichte begangen habe. Was an meiner Reue, meinem Vorsatz und meinen Sündenbekenntnis mangelhaft war, das ersetze Du durch Deine übergroße Barmherzigkeit. Zur Genugtuung für alle durch meine Sünden Dir zugefügten Beleidigungen und zur Tilgung der verdienten Strafen opfere ich Dir auf das bittere Leiden, das kostbare Blut, die unendlichen Verdienste Jesu Christi, Deines Sohnes, meines Erlösers, und in Vereinigung damit die Verdienste der seligsten Jungfrau Maria und aller lieben Heiligen, inbesondere auch die Bußen und Genugtuungen der hll. Büßer und Büßerinnen, sowie meine eigene geringe Buße, die ich nun verrichten will.

Verrichte deine Buße soweit es jetzt möglich ist.

Laß zur Sühne, o Gott, auch alles gelten, was ich in meinem ganzen Leben mit Deiner Gnade noch Gutes tun darf oder Widriges erleiden muß.
Und nun bereue ich nochmals alle meine Sünden. Ich widersage von ganzer Seele allem Bösen und will es immerdar meiden. "Geh hin und sündige nicht mehr", so hast Du einst o Herr, gesagt. Ich bitte Dich, sprich jetzt dieses Wort auch zu mir und hilf mir, daß ich es befolge. Ich erneuere vor Dir meine Vorsätze, die ich gefaßt, besonders den Vorsatz, diese Sünde ..., die Gelegenheit ... zu meiden, dieses Mittel zur Besserung .... zu gebrauchen. Ich will täglich vor Dir meinen Dank und meine Vorsätze erneuern und öfters die heiligen Sakramente empfangen. Dir, o Gott, will ich treu und beständig dienen und stets nach Deinen Geboten wandeln. Nicht Leidenschaft noch Menschenfurcht, nicht Lust noch Leid, nicht Leben noch Tod noch irgendein Geschöpf möge mich trennen vor der Liebe zu Dir.
Aber Du kennst meine Schwäche, o Gott. Darum gib mir Kraft und Stärke. Mein gekreuzigter Heiland! Laß mich in jeder Gefahr der Sünde an Dein bitteres Leiden denken, auf daß ich mich nie von Dir trenne. Hilf mir, Maria, meine Mutter, meine Beschützerin! Erlange Du mir von Deinem Sohne die Gnade der Beharrlichkeit und einen seligen Tod. Amen.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur



Gewöhnliche Praefatio

Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, Dir immer und überall dankzusagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: durch Christus, unsern Herrn. Durch Ihn loben die Engel Deine Majestät, die Herrschaften beten sie an, die Mächte verehren sie zitternd. Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Seraphim feiern sie jubelnd im Chore. Mit ihnen laß, so flehen wir, auch uns einstimmen und voll Ehrfurcht bekennen:

Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe!
+ Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fest der hl. Johanna Franziska Frémiot von Chantal, Witwe

Der hl. Franz von Sales übergibt den
Schwestern der Heimsuchung ihre Ordensregeln
Quelle: Wikipedia
Sie war 1572 zu Dijon geboren. Als Gattin sorgte sie rührend für die Armen. Nach dem Tode ihres Gemahls zog sie sich in die Einsamkeit zurück. Auf Anregung des hl. Franz von Sales, ihres Seelenführers, gründete sie 1610 zu Annecy den Orden von der Heimsuchung (Salesianerinnen). Sie starb 1641 zu Moulins.


Oratio

Allmächtiger und barmherziger Gott, Du hast die von Deiner Liebe entflammte hl. Johanna Franziska mit wunderbarer Geistesstärke durch alle Lebenspfade auf dem Wege der Vollkommenheit begnadigt und durch sie Deiner Kirche als der Mutter einer neuen Ordensfamilie Glanz verliehen; gewähre um ihrer Verdienste und Fürbitten willen, daß wir im Bewußtsein unserer Schwäche auf Deine Kraft vertrauen und so mit dem Beistand der himmlischen Gnade alles Feindliche überwinden. Durch unsern Herrn.


entnommen aus: Schottt Meßbuch 1957 Imprimatur

Samstag, 20. August 2016

Das heilige Sakramen der Buße 5

Beichte und Lossprechung

Ist die Reihe an dich gekommen, so tritt bescheiden in den Beichtstuhl. Du kannst zuerst sprechen:
Segnen Sie mich, hochwürdiger Vater, den ich habe gesündigt.

Der Priester gibt den Segen und spricht:
Der Herr sei in deinem Herzen und auf deinen Lippen, damit du alle deine Sünden recht beichtest: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jetzt bekenne aufrichtig und reumütig deine Sünden. Stellt der Priester eine Frage, so antworte, wie dein Gewissen dir sagt. Hast du noch Bedenken oder Zweifel, oder möchtest einen Rat erbitten, so sprich vertrauensvoll. Dann höre willig den Mahnungen des Priesters zu und nimm dankbar die Buße an, die er dir auferlegt.

Hierauf betet der Priester:
Der allmächtige Gott erbarme Sich deiner: Er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. Amen.

Dann erhebt er die Rechte und spricht:
Nachlaß, Vergebung und Verzeihung deiner Sünden schenke dir der allmächtige und barmherzige Herr. Amen
Unser Herr Jesus Christus spreche dich los, und ich löse dich mit Seiner Vollmacht von jeder Fessel der Ausschließung und des Interdiktes, soweit ich es vermag und du dessen bedarfst. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohne und des Hl. Geistes. Amen.

Jetzt hat dir Gott deine Sünden verziehen. Der Priester betet zum Schluß:
Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus, die Verdienste der allerseligsten Jungfrau Maria und aller Heiligen, und alles, was du Gutes getan und Schlimmes ertragen hast, sei dir zum Nachlaß der Sünden, zur Mehrung der Gnade und zum Lohne des ewigen Lebens. Amen.


Mit dem Gruß: Gelobt sei Jesus Christus, entläßt dich der Priester. Antworte: in Ewigkeit. Amen.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fest des hl. Bernhard von Clairvaux, Abtes und Kirchenlehrers

Quelle: Wikipedia
Er trat mit 30 Edelleuten, darunter waren vier seiner Brüder, 1112 in das Kloster Citeaux in den Zisterzienserorden ein und wurde schon nach drei Jahren als Abt mit 12 Mönchen zur Gründung eines Klosters nach Clairvaux entsandt. Mit allen bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit stand er in Beziehungen und hatte daher großen Einfluß. Als Buß- und Kreuzzugsprediger  kam er durch Frankreich, Flandern, Deutschland und verbreitete die Begeisterung zum Kreuzzug über das ganze Abendland bis hin zum Orient. Wegen seiner tiefen und zarten Marienverehrung schreibt man ihm das herrliche "Memorare" zu. Er führt den Namen "honigfließender Lehrer".


Lectio libri Sapientiae

Der Gerechte läßt sein Herz schon am frühen Morgen erwachen zum Herrn, seinen Schöpfer, und fleht vor dem Angesichte des Allerhöchsten. Er öffnet seinen Mund zum Gebete und fleht für seine Sünden. Und wenn es dem Herrn, dem Erhabenen, so gefällt , erfüllt er ihn mit dem Geiste der Einsicht. Dann läßt er (der Gerechte) die Aussprüche wie Regengüsse ausströmen und verherrlicht im Gebete den Herrn. Er lenkt aufs Rechte, seine Einsicht und Lehren, und sinnt über Gottes Geheimnisse nach. Er tut die Weisheit seiner Lehre kund und rühmt sich des bundesgesetztes des Herrn. Viele werden seine Weisheit loben, in Ewigkeit nicht wird er vergessen sein. Sein Andenken schwindet nicht, und sein Name wird leben von Geschlecht zu Geschlecht. Seine Weisheit rühmen die Völker, und sein Lob verkündet die Gemeinde.


Evangelium (Matth. 5, 13-19)

In jener Zeit sprach Jesus zu Seinen Jüngern: "Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seine Kraft verliert, womit soll man es dann selber gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr: man wirft es hinaus und läßt es von den Menschen zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berge liegt, kann nicht verborgen bleiben. Auch zündet man kein Licht an und stellt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit es allen im Hause leuchte. So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. -
Glaubet nicht, Ich sei gekommen, Gesetz oder Propheten aufzulösen. Nicht um sie aufzulösen bin Ich gekommen, sondern um sie zu erfüllen (zur Vollendung bringen).
Wahrlich Ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota (Kleinster Buchstabe im hebräischen Alphabet) und kein Strichlein vom Gesetze vergehen, ehe alles erfüllt ist. Wer also eines dieser Gebote, und wäre es auch das geringste, auflöst und die Menschen so lehrt, wird als der Geringste gelten im Himmelreiche. Wer es aber erfüllt und so lehrt, der wird als ein Großer gelten im Himmelreich."


entnommen aus: Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Lassen Sie uns beten für unseren Papst Franziskus und für unsere Kardinäle und Bischöfe, daß sie auf den Weg der ewigen Wahrheit zurückkehren und nicht über Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene diskutieren bzw. diese in ihren Diözesen zulassen und was noch viel schlimmer ist, in ihren Kirchen zulassen, daß dort schwule und lesbische Paare "heiraten."

Der Papst und die Bischöfe sollen das Salz der Erde sein und das Licht der Welt und das Gesetz Gottes bis zum kleinsten Buchstaben erfüllen! Die Realität ist eine andere.

Lassen Sie uns daher für Papst, Kardinäle und Bischöfe beten.

Freitag, 19. August 2016

Das heilige Sakrament der Buße 4

Reue und Vorsatz

O mein Herr und mein Gott! Ich habe nun mit Deiner Gnade mein Gewissen erforscht. Laß mich meinen Seelenzustand im Lichte des Glaubens so sehen, wie Du ihn siehst. Laß mich durch Deine Erleuchtung begreifen, was ich in Gedanken, Worten und Werken, mit meinen fünf Sinnen, mit meinem Gedächtnis, Verstand und willen, mit den Kräften des Leibes und der Seele gesündigt und was ich Gutes unterlassen habe. Laß es mich herzlich bereuen. Gib, daß ich Dich über alles liebe, weil Du das höchste, beste gut bist, das über alles geliebt zu werden verdient

Erwecke nun Reuegesinnung in deinem Herzen: denke an die Strafen, die du für deine Sünden verdient hast; an den Heiland, den du durch deine Sünden ans Kreuz gebracht hast; an die Größe und Heiligkeit Gottes, den du, statt ihn zu lieben, beleidigt hast. Dann bete:

Du hast mich erschaffen, Du erhälst mich im Dasein, Du hast mich erlöste mit Deinem Blute. Du hast mir den Hl. Geist gesandt, den Tröster, mit dem sich Deine göttliche Liebe in mein Herz senkte. Gütiger Gott, gegen Dich habe ich gesündigt und Böses getan. In heiliger furcht vor Deinem strengen Gerichte und in kindlicher liebe zu Dir, o himmlischer Vater, widerrufe und bereue ich alle meine Sünden, durch die ich Dich beleidigt habe, besonders jene, die mich Deiner berauben, die mich von Dir, dem liebenswürdigsten Gute, dauernd trennen und ewig ins Unglück stürzen könnten. Es reut mich, daß ich Dich, meinen Schöpfer, den Geschöpfen nachgesetzt habe. Ich möchte meine Sünden so hassen können, wie Du sie hassest. O Herr, geh nicht ins Gericht mit Deinem Knechte und vergilt ihm nicht nach Gebühr! Vergib Deinem Kinde, das reuig zu Dir zurückkehrt und um Verzeihung bittet dafür, daß es Deine Liebe verachtet und dich betrübt hat.
Ich hae jetzt den festen Vorsatz, die Sünden, die ich seit meiner letzten Beichte und in meinem früheren Leben beging, nicht wieder zu begehen. Ich will Dich, meinen besten Herrn, nicht mehr bewußt und freiwillig beleidigen. Besonders aber will ich jeder schwere Sünde und jede Gelegenheit zur schweren Sünde meiden; vor allem will ich mich hüten vor jener Sünde .... Ich will jene Mittel zur Besserung anwenden .... will alles tun, was notwendig ist, um die begangenen Sünden wieder gutzumachen. Mit der hl. Büßerin im Evangelium will ich für meine Sünden herzlich um Verzeihung bitten und mit dem hl. Petrus sie bitterlich beweinen. O Gott sei mir Sünder gnädig! Amen.


entnommen aus  Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fest des hl. Johannes Eudes, Bekenners

Quelle: Wikipedia
Er zeichnete sich aus durch innige Verehrung der heiligsten Herzen Jesu und Mariä und ist Stifter einer Priesterkongregation zur Leitung von Priesterseminaren im Geiste des Konzils von Trient und zweier Schwesterkongregationen. Er starb 1680 zu Caen.


Oratio

O Gott, Du hast deinen hl. Bekenner Johannes wunderbar entflammt für die Förderung der Verehrung der heiligsten Herzen Jesu und Mariä und durch ihn in Deiner Kirche neue klösterliche Familien entstehen lassen; wir bitten Dich: wie wir seine frommen Verdienste ehren, so laß uns auch nach dem Vorbild seiner Tugenden uns bilden. Durch Ihn, unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Donnerstag, 18. August 2016

Das heilige Sakrament der Buße 3

Gewissenserforschung

Die zehn Gebote Gottes

Erstes Gebot
Habe ich das Morgen-, Abend-, und Tischgebet verrichtet? beim Gebet mich freiwillig zerstreut? vielleicht längere Zeit gar nicht gebetet? Habe ich freiwillig an Glaubenswahrheiten gezweifelt? Habe ich glaubenslos geredet oder solche Reden geduldet? Habe ich glaubens- und kirchenfeindliche Zeitungen und Schriften gelesen?verbreitet? Habe ich mich meines Glaubens geschämt? War ich abergläubisch? Habe ich an Gottes Barmherzigkeit gezweifelt? auf seine Barmherzigkeit gesündigt? Habe ich gegen Gott und seine Vorsehung gemurrt? War ich in Heimsuchungen und Widerwärtigkeiten kleinmütig? ungeduldig?


Zweites Gebot
Habe ich den Namen Gottes oder andere heilige Namen leichtfertig ausgesprochen? zum Fluchen mißbraucht? Habe ich über heilige Dinge gespottet? fremden Spott schuldbar geduldet? Habe ich grundlos oder falsch geschworen? Habe ich ein Gelübde nicht erfüllt?


Drittes Gebot
Habe ich ohne Not an Sonn- und Feiertagen knechtliche Arbeit verrichtet? Habe ich aus eigener Schuld die heilige Messe versäumt? Bin ich zu spät gekommen oder zu früh gegangen? Habe ich die heilige Messe ohne Andacht angehört? in der Kirche mich unehrerbietig benommen?


Viertes Gebot
Habe ich meine Eltern, Lehrer oder Vorgesetzten verachtet? War ich eigensinnig, lieblos, trotzig gegen sie? War ich ungehorsam gegen sie? Habe ich die Eltern gar mißhandelt? ihnen den Tod Gewünscht? War ich gegen geistliche oder weltliche Obrigkeit widerspenstig? Habe ich mich gegen meine Geschwister versündigt durch Zank, Streit oder Verführung? Habe ich für die Erziehung meiner Kinder und Pflegebefohlenen pflichtgemäß gesorgt? auch für ihre religiöse Erziehung? Habe ich an ihnen oder anderen Hausgenossen Böses (unerlaubte Bekanntschaften, böse Gelegenheiten) geduldet?


Fünftes Gebot
Habe ich anderen leiblich geschadet? sie geschlagen? im Streit verletzt? Habe ich Zorn, Groll, Abneigung gegen andere genährt? Haß und Rachsucht aufkommen lassen? gegen nahe Verwandte? Habe ich in Feindschaft gelebt? Habe ich anderen Böses gewünscht? Habe ich anderen seelisch geschadet? durch böses Beispiel, Verführung? durch Raten, Gutheißen oder Loben des Bösen? Bin ich mit schlechten Menschen umgegangen? Habe ich mich der Gefahr der Sünde ausgesetzt? die nächste Gelegenheit nicht gemieden? Habe ich mich jetzt ganz von solcher Gefahr und Gelegenheit abgewendet?


Sechstes und neuntes Gebot
Habe ich unkeusche Gedanken mit Wohlgefallen in mir unterhalten? freiwillig durch zweckloses Nachdenken und Grübeln unkeusche Empfindungen hervorgerufen? mit Freunden an das begangene Böse mich erinnert? Habe ich in unkeuscher Absicht gewünscht, etwas zu sehen, zu hören, zu tun? Habe ich Unkeusches mit Wohlgefallen geredet, angehört, gesungen, gelesen? Habe ich gesündigt durch unkeusche Blicke (schlechte Theater, Kino, Fernsehen)unkeusche Berührungen (an mir oder and jemand anderem)? Habe ich Unkeusches getan (allein oder mit anderen) oder zugelassen? Habe ich sündhaften oder gefährlichen Umgang gehabt? Habe ich sonst gegen die Keuschheit gesündigt? habe ich die Pflichten der ehe verletzt?


Siebtes und zehntes Gebot
Habe ich  fremdes Gut entwendet oder beschädigt? Habe ich betrogen? falsches Maß oder Gewicht gebraucht? schlechte Ware oder Arbeit geliefert? Habe ich überfordert, unterschlagen? Habe ich die notwendige Wiedererstattung geleistet? Habe ich das Meinige verschwendet?


Achtes Gebot
Habe ich gelogen? in wichtigen Dingen? zum Schaden anderer? War ich unwahr in Benehmen und Reden? Habe ich andere beschimpft? ihnen an der ehre geschadet? Habe ich ohne genügenden Grund die Fehler anderer bekanntgemacht? sei weitererzählt? Habe ich andere verleumdet? wirkliche Fehler vergrößert? über andere lieblos geredet? Habe ich über den Nächsten grundlos im Herzen schlecht geurteilt? falschen Argwohn gehabt?


Die fünf Gebote der Kirche
Habe ich das Fastengebot ohne wichtigen Grund übertreten? an verbotenen Tagen wissentlich ohne Not Fleisch gegessen? Habe ich an die Ostern die heiligen Sakramente würdig empfangen? in der geschlossenen Zeit verbotene Vergnügungen (Tanz) mitgemacht?


Die sieben Hauptsünden
War ich stolz? eitel? gefallsüchtig? Habe ich andere verachtet? Habe ich mein Herz sündhaft an irdische Güter gehängt? Habe ich pflichtgemäß Almosen gegeben? War ich neidisch? schadenfroh? War ich unmäßig in Essen oder Trinken? War ich träge im Lernen? in der Arbeit? im Gebet?


Die Standes- und Berufspflichten
Wie habe ich meine Pflichten erfüllt als Lediger, Verheirateter, Witwer? als Vorgesetzter, Arbeitgeber, Arbeitnehmer? Beunruhigt mich sonst noch etwas? Welches ist meine Gewohnheitssünde oder mein Hauptfehler?


entnommen aus: Schott Meßbuch 1957 Imprimatur